Archiv der Kategorie: Papillon

Englandfahrt der 9. Klassen

Ein Reisebericht von Sophie Muller (9c)

Diesen Oktober ging es für die neunten Klassen nach England, genauer gesagt nach Broadstairs (das ist ein kleines Städtchen an der südöstlichen Küste). Dort besuchten wir die Kent School of English (KSE).

Am Sonntag, den 16.10.22, fuhren unsere zwei Busse um 4:00 aus Diedorf ab. Trotz der nachtschlafenden Uhrzeit waren alle gut gelaunt und es herrschte große Vorfreude.

Wir fuhren über Frankreich, wo wir uns an den Raststätten unsere (nicht vorhandenen) Französischkenntnisse zunutze machen konnten. Gegen 5 Uhr nahmen wir dann die Fähre in Calais, die uns nach Dover brachte. Als wir schließlich gegen 8 Uhr in Broadstairs ankamen, waren zwar alle etwas müde, jedoch begeistert vom britischen Akzent der Gastfamilien, die uns abholten.

 

Montag: Am Morgen besuchten wir die KSE und absolvierten zur Einschätzung unseres Wissensstandes einen kurzen Test. Außer uns Diedorfern besuchten gleichzeitig Schüler*innen aus Dachau und aus Cadiz in Spanien die Sprachschule. Nachmittags unternahmen wir eine Rallye durch Broadstairs, die uns auch schon sehr viel Spaß bereitete, jedoch von dem Abendprogramm noch getoppt wurde: dem Besuch einer Disco. Es wurden sowohl Deutsche als auch spanische Hits gespielt, bei denen unsere spanischen Freunde komplett abgingen. Es kam sogar zu einem Dance Battle zwischen einem spanischen und einem Diedorfer Schüler, welches die Spanier jedoch eindeutig verloren :))

Dienstag: An unserem zweiten Tag in England wurden wir in Gruppen entsprechend unserer Testergebnisse eingeteilt. Der Unterricht ging zwar bis 5 Uhr, war jedoch nicht so langweilig wie normaler 🙂 Danach ging es für uns zum Barn Dance, das ist ein traditioneller Tanz, der von Live-Musik begleitet wurde. Wir hatten sehr viel Spaß und lernten auch die anderen Schüler*innen etwas besser kennen.

Mittwoch: Nach einer erholsamen Nacht und einem englischen Frühstück hatten wir am Morgen wieder Unterricht. Am Nachmittag brachen wir alle gemeinsam zu einem Spaziergang entlang der Küste bis nach Ramsgate auf, das ist ein kleines Städtchen mit einem schönen Hafen, und hatten dort Freizeit. Abends trafen wir uns alle wieder in der KSE zum Abendprogramm, welches ein englischer Schauspieler mit uns machte. Wir durften in Kleingruppen unser eigenes Theaterstück (auf Englisch!) erfinden und führten dieses anschließend auf. Es entstanden viele kreative Stücke, auch wenn mindestens eine Person in jeder Geschichte auf viele unterschiedliche Arten und Weisen starb.

 

Donnerstag: An diesem Tag stand der Besuch der Stadt Canterbury an. Wir erlebten echtes englisches Wetter und waren alle klitschnass. Jedoch bekamen wir eine kurze Stadtführung und besuchten die Kathedrale (dort wurden u.a. Szenen aus Harry Potter gedreht), was uns wieder aufmunterte. Anschließend durften wir die Stadt selbst erkunden, wobei der Candy Shop ein beliebtes Ziel war. Nach diesem Ausflug waren wir zwar alle um einige Pounds ärmer, jedoch waren Souvenirs für die Familie gesichert.  Abends trafen wir uns wieder, diesmal um Karaoke zu singen. Nach einigen Raps, Pop-Songs und einem grandiosen Solo war „Country Roads“ unser absolutes Highlight, sogar die Lehrer sangen mit Begeisterung mit!

Freitag: An unserem letzen Tag besuchten wir morgens wieder die KSE, am Nachmittag durften zwischen verschiedenen Aktivitäten wählen (z.B Volleyball, Crafts and Arts oder Brettspiele). Einen gelungenen Abschluss bildeten die Gruppenspiele am Abend.

Samstag: Der Treffpunkt war um 7:45 bei den Bussen, wo Abschied von unseren Gastfamilen genommen wurde. Wir nahmen wieder die Fähre in Dover, auf der die Zeit durch Kartenspielen gemeinsam mit den Lehrern schnell verging. Wir erreichten Diedorf am Sonntagmorgen um ca.1:30 mit einstimmig gesungenen ,,I Want it that way´´ (Backstreet Boys).

Es war eine aufregende und erlebnisreiche Zeit, an die wir uns lange zurück erinnern werden. Wir bedanken uns bei Herr Hartmann, Frau Müller, Frau Ninger, Frau Link und Frau Theis für die großartige Betreuung und Organisation der Sprachreise!

 

Verleihung der Auszeichnung „Schule ohne Rassismus“ an das SGD

Ein Artikel von Nicola Saar und Benedikt Kaiser (Q12)

Das P-Seminar Rassismus mit Diedorfs Bürgermeister Peter Högg, Schulleiter Günter Manhardt, dem stellvertretendem Landrat Hubert Kraus und dem Paten des Projekts, Tim  Bullnheimer.

Seit Dienstag, dem 25.10.2022, darf sich das Schmuttertal-Gymnasium Diedorf eine „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ nennen. Im Rahmen einer festlichen Veranstaltung in der Aula der Schule wurde der Titel und die zugehörige Plakette verliehen. Seit September 2021 arbeitete ein P-Seminar der diesjährigen Q12 daran, die Voraussetzungen zu erfüllen. Im Dezember des letzten Jahres erfolgte eine Abstimmung, bei der sowohl Schüler als auch Lehrer sich zu über 95% gegen Rassismus und Diskriminierung im Schulalltag aussprachen. Im Zuge dessen mussten alle Abstimmenden eine Selbstverpflichtungserklärung ausfüllen.

Um dem Engagement der Schulgemeinschaft Ausdruck zu verleihen, fand am Dienstag die bisher größte Versammlung in der Aula des Schmuttertal-Gymnasiums statt. Anwesend war der Großteil der Schulgemeinschaft, sowie der Diedorfer Bürgermeister Peter Högg, der stellvertretende Landrat Hubert Kraus, die Regionalkoordinatorin des SOR – SMC-Netzwerks Uta Manz und die Vorsitzende des Elternbeirats Stefanie Katzenberger. Als externer Pate unterstützte das Projekt Tim Bullnheimer, ehemaliger Schüler des SGD und AEV-Spieler.

In diversen bewegenden Reden animierten unter anderem Schulleiter Günther Manhardt und Tim Bullnheimer die Schülerschaft sich weiterhin füreinander einzusetzen und aktiv die Werte des Projekts weiterzutragen. Die Inhalte stießen auf offene Ohren (und Augen). Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung durch das Grünspansyndikat, dem Bläserensemble des Gymnasiums. Um zu zeigen, dass sich die gesamte Schulgemeinschaft für tolerante und offene Schulkultur einsetzen möchte, organisierte die Schüler*innen eine Videobotschaft. In dieser sprachen sich die Mitwirkenden auf 14 verschiedenen Sprachen gegen Mobbing, Rassismus Ausgrenzung aus. Das Ergebnis wurde zu dieser Gelegenheit dem Publikum präsentiert. Der Höhepunkt des Festes war dabei das gemeinsame Anbringen des offiziellen Labels an der Fassade des Schulgebäudes. Darüber hinaus koordinierte das P-Seminar einen Kuchenverkauf, dessen Erlös an die Ufuq-Organisation in Augsburg gehen soll. Diese setzt sich für politische Aufklärung im Hinblick auf Diskriminierung im Bildungsbereich ein.

Wir sind besonders stolz, dass wir unsere Werte als Schule offiziell nach außen tragen dürfen und nun auch ein Teil des großen „Schule ohne Rassismus“-Netzwerks sind.

Fotos: Stefanie Katzenberger

Redakteurinnen der SGD-Schülerzeitung besuchen Pressekonferenz

Redakteurinnen der Schülerzeitung
zu Gast im Polizeipräsidium

Kampagne #NMMO
„#NichtMitMeinerOma – #NichtMitMeinemOpa“

Am Mittwoch, den 11.05.22, waren wir, vier Schülerinnen aus der Klasse 8d, im Augsburger Polizeipräsidium Schwaben Nord bei einer Pressekonferenz zum Thema „Nicht mit meiner Oma – nicht mit meinem Opa‘‘, bei der es um die in letzter Zeit immer häufiger vorkommenden „Schockanrufe“ bei älteren Menschen ging.

Ein ganz normaler Nachmittag irgendwo in Deutschland: Ein Enkelsohn ruft bei einer Oma an und bittet sie um Geld, weil etwas Schlimmes passiert sei. Die Oma ist völlig schockiert und macht sofort, was der Mann am Telefon ihr aufträgt. Sie hebt die geforderte Summe von ihrem Konto ab und ist bereit, das Geld an einen angekündigten Boten zu übergeben. Einige Zeit später merkt sie jedoch, dass an dem Anruf etwas merkwürdig war und ruft sicherheitshalber ihren Enkelsohn an. Doch dieser weiß von nichts und ist vollkommen überrascht…

Immer häufiger hört man von dieser Betrugsmasche, genannt „Enkeltrick“ oder auch „Callcenter-Betrug“. Aufklärung ist das wichtigste Mittel dagegen, denn nicht immer geht es noch gut aus wie im oben genannten Beispiel. Deshalb hat die Polizei die Kampagne „Nicht mit meiner Oma – nicht mit meinem Opa‘‘ ins Leben gerufen.

Die Täterinnen und Täter nutzen das Vertrauen der Menschen aus, indem sie sich als Familienmitglieder oder falsche Polizeibeamtinnen oder -beamte ausgeben.

Sie überraschen die Opfer mit einem Schockanruf und setzen sie so unter Druck, dass sie nicht mehr klar denken können, denn die Täterinnen und Täter sind psychologisch geschult. Sie lassen sich immer etwas Neues einfallen und passen sich der Umgebung an. Aber was können wir in diesem Moment machen?

Als erstes sollte man keine persönlichen Daten am Telefon nennen und spätestens bei Geldforderungen das Gespräch sofort beenden. Man darf niemals Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte übergeben. Beim geringsten Zweifel sollte man den Notruf 110 wählen.

Letztes Jahr konnte die Polizei 14 von 70 Fällen solcher Schockanrufe lösen. Unter anderem nahm sie eine Frau fest, die eine Haftstrafe von fünf Jahren bekam.

Mit einer Kampagne namens #NMMO setzt das Polizeipräsidium Schwaben Nord auf die Unterstützung von Schülerinnen und Schülern, welche durch Postkarten deren Großeltern oder andere ältere Bekannte auf die Masche der Täterinnen und Täter aufmerksam machen und ihnen die Verhaltenstipps erklären sollen. Prominente Augsburgerinnen und Augsburger wie zum Beispiel Oberbürgermeisterin Eva Weber oder auch der Kasperl aus der Puppenkiste sind auf den Plakaten zu sehen.

All das erfuhren wir bei der Pressekonferenz. Zudem wurden wir mit Informationsmaterial für unsere Mitschülerinnen und Mitschüler versorgt.

Ein ganz besonderes Highlight war, dass wir im Anschluss an die Pressekonferenz noch die Arrestzellen im Polizeipräsidium besichtigen durften. Hier kommt man im Normalfall nur hin, wenn man tatsächlich festgenommen worden ist – und wer will das schon? Zusätzlich wurden wir von den Polizistinnen und Polizisten mit interessanten Geschichten rund um vergangene Festnahmen versorgt.

Es gibt insgesamt 19 Zellen, darunter fünf Ausnüchterungszellen und eine Sammelzelle. In der 5m x 2,5m Zelle haben die Täterinnen und Täter nur einen Schlafplatz, eine Toilette und ein Waschbecken. Den Täterinnen und Tätern werden so viele persönliche Dinge wie möglich abgenommen, damit sie sich selbst und auch die Polizistinnen und Polizisten nicht gefährden. Es gab beispielsweise schon einmal den Fall, dass im Dutt einer Frau abgebrochene Rasierklingen gefunden wurden.

Man darf die Arrestzellen jedoch nicht mit einem Gefängnis verwechseln. Hier ist man nicht länger als 48 Stunden, denn dann muss man entweder der Haftrichterin oder dem Haftrichter vorgeführt werden, wenn es Beweise gibt, oder man darf wieder nach Hause gehen.

Wir bedanken uns bei der Polizei Augsburg für den interessanten Nachmittag!

Hannah Baier, Marlene Cakir, Lea Stechele, 8d

 

Arrestzellen