Archiv der Kategorie: Aktuelles

Interessantes vom Schmuttertal-Gymnasium in Diedorf:

„Er ist wieder da! Mozarts Zukunftsmusik“

Mozart stirbt 1791, kann das von einem unbekannten Auftraggeber georderte Requiem nicht mehr vollenden. Soweit kennt jeder die Geschichte.

Aber plötzlich, zu seiner eigenen Überraschung, ist er wieder da! Nicht im 18., sondern im  21. Jahrhundert findet er sich in einem  Bett einer Wiener Studenten-WG wieder, ohne zu wissen, wo er ist, warum er dort ist, ohne Zuhause oder Freunde, hineingeworfen in eine ihm völlig fremde Welt. Wenn er seinen Namen nennt oder man seine komische verschnörkelte Sprache hört, lacht man ihn aus oder hält ihn für verrückt. Verrückt ist er im wahrsten Sinne des Wortes aus seiner ihm vertrauten Zeit und  seinem ihm vertrauten Wien, in dem es weder Autos noch Smartphones gab. Er ist ein Fremder in dieser Stadt und restlos bricht die Einsamkeit und Verzweiflung über ihn herein, als er sein Wohnhaus findet, an dem ihn eine Gedenktafel darüber informiert, dass Mozart seit über 200 Jahren tot ist.

Doch ist ihm eins geblieben, sein musikalisches Genie, mit dem er nach und nach viele Menschen über seine sonstigen Absonderlichkeiten hinwegblicken lässt und sie für sich einnimmt……

Eine Geschichte mit tragischen und komischen Momenten: Wie entsetzlich muss sich jemand fühlen, der aus seiner Zeit gerissen ist und von seiner Umwelt nicht verstanden wird? Der ausgelacht wird, wenn er seine wahre Identität verrät…auf der anderen Seite ist es sehr erheiternd, zu sehen, zu welchen Missverständnissen das Aufeinandertreffen der zwei Welten führt.

Wir freuen uns über Ihren Besuch unserer Vorführung!  Einlass ist ab 19.45

Der Eintritt ist frei!

Inga de Coster

SOS-Kinderdorf

Am Freitag, den 4. Mai 2018 besuchte uns Frau Sandra Graf vom SOS-Kinderdorf e. V. München im Sozialkundeunterricht bei Frau Egger. Sie hielt für uns einen Vortrag über die Organisation SOS-Kinderdorf.

Die 1949 von Hermann Gmeiner gegründete SOS-Kinderdorf-Organisation engagiert sich weltweit für das Wohl von Kindern, Jugendlichen und Familien. In Deutschland wird die Organisation zur Hälfte vom Staat und zur anderen Hälfte aus Spenden finanziert.

In ganz Deutschland gibt es 38 SOS-Kinderdorf-Einrichtungen, von denen 16 SOS-Kinderdörfer sind. Darüber hinaus werden zahlreiche weitere Projekte und Angebote für Kinder, Jugendliche, Familien und Ratsuchende organisiert. Allein in Deutschland wurden beispielsweise im Jahr 2016 über 95.000 Menschen von SOS-Kinderdorf lang- oder kurzfristig betreut oder beraten.

Mithilfe eines sehr interessanten Videos verschaffte Frau Graf uns einen Einblick in das Leben in einem SOS-Kinderdorf. So fanden wir heraus, dass man sich als Kinderdorf-Mutter bewerben kann und dass dies ein Job für mehrere Jahre ist, da man sich normalerweise so lange um die Kinder kümmern muss, bis sie volljährig sind.

Die Kinder leben zusammen mit ihrer Mutter in einem Haus im SOS-Kinderdorf. In den Kinderdörfern gibt es mehrere Häuser und meist viele Tiere, durch deren Pflege die Kinder Verantwortung übernehmen sollen.

Schließlich informierte uns Frau Graf noch über die verschiedenen Berufsfelder bei SOS-Kinderdorf. Denn dort sind nicht nur Psychologen, Sozialpädagogen und Erzieherinnen tätig, sondern auch Ergo-, Logo- und Physiotherapeuten, Buchhalter, Juristen, Eventmanager, Grafiker und viele mehr.

Es war ein sehr aufschlussreicher und interessanter Vortrag, bei dem man sehr viel lernen konnte.

Lisa Meyer, 10c

Begabtenförderung

Ende April durfte ich unsere Schule beim diesjährigen schwabenweiten Talentseminar vom 22. bis 24. April 2018 in Marktoberdorf vertreten. Auf diesem dreitägigen Seminar, zu welchem vierzehn im Vorfeld ausgewählte Schüler der neunten Klasse eingeladen wurden, wurden uns nicht nur neues Wissen, sondern auch Schlüsselkompetenzen vermittelt.

Übergabe des Teilnahmezertifikats durch den Ministerialbeauftragten für die Gymnasien Schwabens, Herrn Ltd. OStD Peter Kempf.

Am ersten Tag hörten wir einen sehr interessanten Vortrag über die Möglichkeit des Frühstudiums an der Universität Augsburg – ein tolles Angebot, um in den „Uni-Alltag“ hineinzuschnuppern. Der nächste Tag bot zu Beginn eine mehrstündige Rhetorikschulung, bei der wir in die Grundlagen der Informationsvermittlung eingeführt wurden. Das Vergnügen durfte natürlich auch nicht zu kurz kommen. So besuchten wir am Nachmittag den Klettergarten vor Ort. Abgerundet wurde der Tag  mit einem Vortrag Herrn Hackfords von der AGCO International GmbH, einer Firma, die die meisten wohl als Hersteller der Fendt-Traktoren kennen, welche aber viele weitere Marken vereint. Er stellte uns vor, wie die Agrarindustrie in Zukunft von Robotern beherrscht sein könnte und diskutierte mit uns über die ethischen Aspekte der Landwirtschaft: Beeindruckend, dass man den Welthunger stillen könnte, wenn man ein Fünftel der Fläche, auf der jetzt Raps o. Ä. für Biotreibstoffe angebaut wird, mit Nahrungspflanzen kultivieren würde!
Den letzten Vormittag verbrachten wir mit Herrn Prof. Gerlach von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Neu-Ulm, der uns erläuterte, wie „einfach“ es ist, die PCs unwissender Anwender mit einem Virus, Trojaner oder Wurm (diese unterscheiden sich alle in ihrer Wirkungsweise) zu infizieren, oder was ein DDoS-Angriff ist. Er erklärte auch diverse Schutzmechanismen, zum Beispiel eine Hardware- oder Software-Firewall. Viel zu schnell ging es dann schon wieder nach Hause.

Alles in allem war das Talentseminar für mich eine äußerst erlebnisreiche und informative Zeit. Von daher hoffe ich, dass auch im nächsten Jahr wieder ein Schüler des Schmuttertal-Gymnasiums für die Teilnahme ausgewählt wird!

Maximilian Schindler, 9a

Cambridge Certificate

Sprachzertifikate sind etwas für auserwählte Schulabsolventen, weil die Nachweise für internationale Jobs oder Studienplätze im Ausland notwendig sind. Diese weitverbreitete Meinung wurde in den letzten Jahren gründlich revidiert. Denn wer an deutschen Hochschulen studieren möchte, braucht mittlerweile auch einen Nachweis der englischen Sprachkenntnisse, sofern dieser aus dem Abiturzeugnis nicht hervorgeht.

Aus diesem Grund haben der Schulleiter Günter Manhardt und das Lehrerkollegium des Schmuttertal-Gymnasiums Diedorf entschieden, den Schülerinnen und Schülern der Oberstufe eine Möglichkeit anzubieten, eine weltweit anerkannte Zusatzqualifikation in Englisch durch ihre Schule zu erwerben: Die Cambridge Certificate in Advanced English, CAE (Europäischer Referenzrahmen C1).

Die Prüfung besteht aus zwei Teilen: Einem schriftlichen Teil, dessen Aufgaben von der Universität Cambridge (UK) gestellt, verschickt und bis zum Examensanfang in einem versiegelten Umschlag geheim gehalten werden. Die Korrektur der schriftlichen Prüfungen erfolgt in England. Hinzu kommt eine ca. 20-minütige mündliche Prüfung, die durch externe muttersprachliche Cambridge Prüfer vor Ort durchgeführt wird.

Vorbereitet haben sich die Gymnasiasten zusammen mit Anna Pinkernell, Cambridge Prüferin und Leiterin des Regionalen Bildungszentrums der vhs Augsburger Land e.V., in einer wöchentlichen Doppelstunde nach dem Unterricht. Interesse, Motivation und solide Sprachkompetenz waren die Voraussetzung, Belastbarkeit und Durchhaltevermögen erwiesen sich auch als hilfreich.
20 Schülerinnen und Schüler von zwei Gymnasien hatten sich für die Vorbereitungskurse angemeldet, fast zwei Drittel stellten sich dem Test, dessen Bestehen eine aussagekräftige Qualifikation ist und von zahlreichen Hochschulen, Institutionen, Behörden und Unternehmen weltweit anerkannt wird.

Am 17. März 2018 fand die Prüfung im Augsburger „Cambridge Examination Centre“ am Willy-Brand-Platz statt. Die Aufregung war den vierzehn Schülerinnen und Schülern nach absolvierter Prüfung deutlich anzusehen. „Das Listening war echt schwer“, „Das Use of English war leichter als im Vorbereitungskurs“ – überall hörte man nur Gespräche über die Aufgaben und mögliche Antworten.
Vier Wochen später konnten die Prüflinge ihre Ergebnisse Online mit ihrem Passwort einsehen und feiern. Drei der Teilnehmer absolvierten die Prüfung mit dem Ergebnis „Pass at Grade A“, welches das Niveau C2 bescheinigt. Hierfür müssen von 210 möglichen Punkten mindestens 200 erreicht werden. C2 ist das höchste Sprachniveau des Europäischen Referenzrahmens, das ein Nicht-Muttersprachler erreichen kann! Es wird in der Regel von Anglistikstudenten, Doktoranden und Habilitanden sowie Professionals im Höheren Management abgelegt.

Das Cambridge English Programm ist ein wichtiger Teil in der Begabtenförderung des Schmuttertal-Gymnasiums Diedorf. Denn durch die Prüfungsteilnahme beweisen die jungen Menschen nicht nur ihre hervorragenden Sprachkenntnisse, sondern auch ihr Interesse an Bildung, außergewöhnliche Motivation und die Bereitschaft, auch weitere Wege zu gehen, um ihre Ziele zu erreichen. Way to go!

Die stolzen Inhaber der Zertifikate sind: Sarah Kastner, Julius Schöllhorn, Teresa Uhr, Yannick Nerdinger, Isabel Fink, Konstantin Müller, Till Geßler, Tim Widmann, Justus Pickartz, Paul Bachmann und Nicolas Woerner-Hartmannsgruber.

Anna Pinkernell

 

„Ich sage POETRY, ihr sagt SLAM!“

Eine Deutschstunde der anderen Art erlebten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9c und 9d am Donnerstag, 17. Mai, beim „Grand Slam“ in der Augsburger Brechtbühne. Zu Beginn erklärte der Moderator Horst Thieme, der mit launigen Worten durch den Abend führte, dem Publikum die Regeln: Neben vier professionellen Slammern aus ganz Deutschland, darunter Friedrich Herrmann aus Jena und Pascal Simon aus Regensburg, wurden per Los acht Autoren aus der Liste ausgewählt, in die sich vor Beginn der Veranstaltung viele „Slammer“ eingetragen hatten.

Diese ausgelosten acht lasen einen eigenen Text ihrer Wahl vor und stellten sich dann der Abstimmung durch Publikumsapplaus. Nach zwei abwechslungsreichen und unterhaltsamen Stunden kam die eigentliche Überraschung des Abends: Isabel Burkhart aus der 9d gewann bei ihrer ersten Teilnahme an einem Poetry Slam mit einem nachdenklichen Text über unseren Umgang mit der Zeit klar den Preis als Best Local! Herzlichen Glückwunsch dazu!

Alexandra Groth

Sportwettkampf

Auch in diesem Schuljahr hatten die 6. Klassen kurz nach Ostern ihren großen Sportwettkampf. Dabei traten die Teams in den Sportarten Fußball, Handball und Hütchenvölkerball gegeneinander an. Wie immer setzten sich die Mannschaften sowohl aus Jungen als auch aus Mädchen zusammen. Nach fairen, spannenden und unfallfreien Auseinandersetzungen gab es am Schluss einen klaren Gesamtsieger: Die Klasse 6c. Für einen reibungslosen Ablauf des Turniers sorgten Schüler aus der 10. Klassenstufe, die das Wettkampfgericht stellten und als Schiedsrichter agierten. Sportwettkampf weiterlesen