Regelungen bei Leistungsnachweisen

Regelungen für das Schuljahr 2016/17

(laut Beschluss der Lehrerkonferenz am 12.09.2016:)

Sofern im Folgenden keine detailliertere Regelung erfolgt, gelten für Leistungsnachweise aller Art die Regelungen im BayEuG, der BaySchO und der GSO (insbes. GSO §§ 21 – 28).

Kleine Leistungsnachweise

  1. Kleine Leistungsnachweise können in angekündigter Form (z. B. Kurzarbeiten, GSO § 23 (2), Ziff. 1 oder Kleine angekündigte, schriftliche Leistungsnachweise – „KasL“) oder in unangekündigter Form (z. B. Stegreifaufgaben, GSO § 23 (2), Ziff. 2) gehalten werden.
  2. In mindestens zweistündigen Fächern sollen pro Halbjahr mindestens zwei kleine Leistungsnachweise (angekündigt oder unangekündigt) gefordert werden, in Nicht-Kernfächern (Ausnahme: Sport) muss einer davon klar dokumentiert sein (z. B. Stegreifaufgabe, KasL, Handout). Dies gilt auch dann, wenn ein/e Schüler/in bei schriftlichen Leistungsnachweisen fehlt (Dokumentation z. B. durch Festhalten von Datum und Aufgabenstellung einer Abfrage).
  3. In einstündigen Fächern sollen pro Halbjahr mindestens ein und pro Jahr mindestens drei Leistungsnachweise gefordert werden, davon ein schriftlicher (in Kunst und Musik ein praktischer).
  4. An Tagen mit Schulaufgaben sollen keine unangekündigten schriftlichen kleinen Leistungsnachweise geschrieben werden.
  5. Angekündigte Leistungsnachweise sind in Absprache mit der Klasse / dem Kurs auch an Tagen mit Schulaufgaben möglich. Dies sollte aber die Ausnahme bleiben.
  6. Es wird empfohlen, dass eine Klasse in einer Woche nicht mehr als drei angekündigte schriftliche Prüfungen (Schulaufgabe oder angekündigte kleine Leistungsnachweise) haben soll. In begründeten Ausnahmefällen kann davon mit Einverständnis der Klasse abgewichen werden.
  7. Für angekündigte kleine Leistungsnachweise gilt:
    • Die Arbeit darf nicht länger als 30 Minuten dauern.
    • Sie darf sich auf maximal zehn Unterrichtsstunden beziehen. Die Lehrkraft gibt bekannt, auf welche Stunden sich der Leistungsnachweis bezieht. Die Lehrkraft legt ggf. fest, ob der Leistungsnachweis nachgeholt werden muss.
  8. Für kleine schriftliche Leistungsnachweise gilt: Ein/e Schüler/in, der/die in der unmittelbar vorher-gehenden Stunde nicht anwesend war, muss den Leistungsnachweis nicht mitschreiben. KasL müssen auf Anordnung der Lehrkraft nachgeholt werden.
  9. Eine mögliche Form des Leistungsnachweises ist die Erstellung eines schriftlichen Portfolios, in dem mehrere Leistungen eines/r Schülers/in zusammengefasst und bewertet werden.

Große Leistungsnachweise

Über die Mindestanforderungen in GSO § 22 wird nicht hinausgegangen.

In Deutsch werden folgende MODUS-Maßnahmen (nach § 3 BaySchO mit Anlage „Modus-Maßnahmen“) umgesetzt:

  • Jgst. 5: Statt einer Schulaufgabe wird ein Test bestehend aus formalsprachlichen und Sprachverständnisanteilen geschrieben (Modus-Maßnahme Nr. 19).
  • Jgst. 6: Statt einer Schulaufgabe werden zwei Tests abgehalten (ein zentraler Jahrgangsstufen-Test und ein gemeinsamer schulinterner Test, lt. KMS Nr. VI.4 – 5S5402.6-6.1252 v. 23.02.2010).
  • Jgst. 7: Eine Schulaufgabe wird durch eine Präsentation ersetzt (Modus-Maßnahme Nr. 18).
  • Jgst. 9: Eine Schulaufgabe wird durch eine Debattenschulaufgabe ersetzt. (Modus-Maßnahme Nr. 17)

In Englisch wird in der

  • Jgst. 6 die vierte Schulaufgabe als mündliche Prüfung abgehalten (vgl. GSO §22 (1) S. 3),
  • Jgst. 8 die dritte Schulaufgabe als mündliche Prüfung abgehalten (vgl. GSO §22 (1) S. 3),
  • Jgst. 10 Statt einer Schulaufgabe werden zwei Tests abgehalten (ein zentraler Jahrgangsstufen-Test und ein gemeinsamer schulinterner Test, lt. KMS Nr. VI.4 – 5S5402.6-6.1252 v. 23.02.2010).

In Französisch wird in der

Jgst. 9 die zweite Schulaufgabe als mündliche Prüfung abgehalten (vgl. GSO §22 (1) S.3).
In Spanisch wird in der

Jgst. 10 die vierte Schulaufgabe als mündliche Prüfung abgehalten (vgl. GSO §22 (1) S.3).

In Latein wird in der

Jgst. 10 eine Schulaufgabe als mündliche Prüfung abgehalten (vgl. GSO §22 (2)).

 

In der Q11 dürfen auch Stegreifaufgaben geschrieben werden. Alle weiteren, für die Qualifikationsstufe gültigen Regelungen finden sich in der GSO.

Im Fach Natur und Technik werden die Noten folgendermaßen berechnet:

Im zweistündigen Schwerpunktfach (Biologie – NTB bzw. Physik – NTP) sollen mindestens zwei kleine Leistungsnachweise pro Halbjahr erhoben werden, im einstündigen Schwerpunktfach (Experimentieren -NTE oder Informatik -NTI) pro Halbjahr mindestens einer.

Weitere Vorschriften

  • Die Prüfungsaufgaben sind mit dokumentenechten Stiften (in blauer oder schwarzer Farbe!) zu verfassen.
  • Tintentod oder Tippex o. Ä. dürfen nicht verwendet werden.
  • Die Arbeiten sind unverändert an die Lehrkraft zurückzugeben (eine Unterschrift der Eltern ist nicht notwendig).
  • Erfolgt die Rückgabe nicht in angemessener Zeit, erhält der/die Schüler/in einen Hinweis an die Eltern, dass im Wiederholungsfall (auch in anderen Fächern) weitere Aufgaben nicht mehr mit nach Hause gegeben werden.
  • Eine Schreibunfähigkeit an einem Prüfungstermin ist grundsätzlich durch ein ärztliches Attest zu bescheinigen.
  • Ein krankheitsbedingter Abbruch einer Leistungserhebung kommt nach § 26 GSO “in der Regel” nicht in Frage. Ausnahmen sind in besonderen Fällen jedoch möglich (z. B. bei einem 5.-Klässler, wenn ein Attest eingereicht wird und der Schüler auch am Folgetag krank ist).
  • Die Zusammenfassung mehrerer Kleiner Leistungsnachweise zu einer Note (z. B. kurze Wortschatztests) ist nicht statthaft. Es muss für jeden Leistungsnachweis eine eigene Note (ggf. mit entsprechender Gewichtung) erstellt werden.
  • Schriftliche Leistungsnachweise sollen innerhalb von zwei (bzw. in der Oberstufe drei) Wochen zurückgegeben werden (§25 GSO). Dazu zählen auch Ferienzeiten. Begründete Ausnahmen sind möglich.

Diese Informationen sind auch zum Download verfügbar:

Leistungsnachweise_2016-17.pdf

 

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.