Neuer Papillon-Artikel

Ein Artikel unser Schülerreporterin Olivia Hörger (6a)

Montagmorgen. Alles wie immer. Ich saß am gedeckten Frühstückstisch und aß mein Croissant. In wenigen Minuten würde die Schule beginnen. Alles wie immer? Nein, denn diese Woche würde die Schule in Regensburg stattfinden. Meine ganze Klasse fieberte nun schon lange Zeit auf dieses besondere Erlebnis hin. Doch wer hätte gedacht, dass diese Reise so interessant und spannend wird?

Pünktlich um 8:15 Uhr versammelte sich unsere Klasse an der Buswendeschleife. Die Busse verspäteten sich ein wenig, aber die zweistündige Busfahrt lief ohne weitere Zwischenfälle ab.

Mittags kamen wir endlich in der lang ersehnten Jugendherberge an.

Nach dem ersten Mittagessen starteten wir mit unserer Klassenlehrerin Frau Köstler und Herrn Erdmann zu einer kleinen Stadtführung durch die Altstadt. Wir lernten den Dom, die steinerne Brücke und den goldenen Turm kennen. Da wir uns nun auskannten, durften wir den Rest der Altstadt selber erkunden.

In der erste Nacht war alles neu, aber nach und nach gewöhnten wir uns an das Zimmer, die Betten und vor allem daran, dass wir uns nicht zuhause befanden.

Am Dienstag wachte ich verschlafen auf und erschrak. Wo war ich? Schlagartig fiel mir alles wie Schuppen von den Augen: Ich befand mich in einer Jugendherberge, wo ich eine Woche lang wohnen würde. Und gleich würde das Frühstück beginnen!

Die Tage in Regensburg vergingen wie im Flug:

  • Wir gestalteten ein Mosaik in der Jugendherberge.
  • Wir besichtigten das Haus der bayrischen Geschichte, einem Museum, in dem wir uns einen lustigen und bereichernden Film ansahen. Danach durften wir den Rest der Museumsausstellung selber erkunden. Das Thema dieses Museums war Bayern. Die Sprache, die Erfindungen und die Kleidung. Das Leben in Bayern, früher und heute.
  • Wir besuchten eine Führung durch das bekannte Schloss Thurn und Taxis. Bei dieser Führung war besonders ein im Treppenhaus aufgehängtes, abstraktes Kunstwerk interessant: Es glich einem Spiegelei, stellte aber die untergehende Sonne vor dem Kilimanjaro, dem höchsten Berg in Afrika dar. Auch die spannenden Geschichten, die uns die Führerin erzählte, fesselten uns. Wie das Schloss seinen Namen bekam, warum sich das Herz einer schon längst verstorbenen Gräfin in der Gruft des Schlosses befindet, das erfuhren wir bei diesem Besuch.

Am Donnerstag machten wir uns schon früh auf den Weg zur Befreiungshalle. Beim Frühstück hatten wir alle unsere Rucksäcke mit von der Jugendherberge gestellten, leckerem Proviant gefüllt, da wir an diesem Tag bis nachmittags unterwegs sein würden. Die Befreiungshalle war sehr imposant. Als wir uns auf einer Aussichtsplattform befanden, sahen wir Regensburg von oben. Nach einem Picknick auf Bänken, die um die Befreiungshalle verteilt waren, schlugen wir einen Waldweg zu einem Kloster ein.

Als wir an diesem Tag zur Jugendherberge zurückkamen, waren wir alle erschöpft, aber glücklich. Am Freitag hieß es dann auch schon Abschied nehmen: Denn nach dem Frühstück stand der Bus vor der Jugendherberge. Wir luden unsere Koffer ein und wurden nach zwei Stunden Busfahrt an der Buswendeschleife abgeholt.

Unsere Eltern, die uns jetzt eine Woche lang nicht erreichen konnten, hatten viele Fragen. Und wir hatten viel zu erzählen. Das war eine spannende Klassenfahrt!

Unser Dank gilt unseren Lehren, die sich eine Woche lang so gut um uns gekümmert haben!