3 Einakter von Bertolt Brecht

Was verbindet diese Stücke, denen die literarische Öffentlichkeit „generell weniger Bedeutung beigemessen“ hat und bei denen „seitens Brecht eher augenzwinkernder Spaß als ernsthaftes literarisches Bemühen der Ansporn war“?

Sie sind kurze, frivole Komödien. Sie entlarven – ohne erhobenen Zeigefinger – die „bürgerliche Sexual- und Doppelmoral“. Sie zeigen, dass Brecht am Anfang seiner Schriftstellerkarriere durchaus unter anderem auch das war, was man heute einen ‚jungen Wilden‘ nennt. Und die Einakter basieren auf Material aus Brechts „Augsburger Umfeld“, sie sind „Augsburger Stücke“. (1) Diese weniger bekannte Seite Brechts soll am SGD gezeigt werden. Im Rückblick, nämlich im Jahr 1953, schrieb Brecht über seine Dramenfigur Baal, die auch 1919 entstand: „Er ist asozial, aber in einer asozialen Gesellschaft.“ (2) Ähnliches kann man auch über etliche Figuren der drei Einakter sagen.

  • Die Zitate stammen von Jürgen Hillesheim, Leiter der Brecht-Forschungsstelle Augsburg.
  • vgl. GBA, Band 23, S. 241

Das Oberstufentheater des SGD spielt vom 02.-04.07.19 jeweils um 19:30 Uhr drei kurze, frivole Komödien von Bertolt Brecht aus dem Jahr 1919.

Karten gibt es zu je € 2,50 im Sekretariat oder in der Pause in der Aula.