Studienfahrt Berlin

Ob den Berliner Reichstag, den Alexanderplatz, oder das Brandenburger Tor, alle diese und noch viele weitere Sehenswürdigkeiten haben wir im Rahmen unserer Studienfahrt der zehnten Klassen nach Berlin besucht und uns intensiv mit der Geschichte Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg auseinandergesetzt.

Am Montag, den 04.02.19 ging es viel zu früh am Morgen mit gepacktem Koffer unter der Aufsicht von Frau Weh, Herrn Eder, Herrn Renner, Herrn Greiner, Frau Dimmerling und Frau Wallner in zwei Bussen mit einer schier endlos langen Busfahrt nach Berlin.

Als wir dann endlich am Spätnachmittag im sehr kalten Berlin angekommen waren und unsere Zimmer bezogen hatten, folgte schon unser erster Ausflug. Wir machten gemeinsam einen Orientierungsspaziergang zur Museumsinsel, wo wir dann auch Zeit zu freier Verfügung hatten und erste Eindrücke sammeln konnten.

Am nächsten Morgen, nach einer viel zu kurzen Nacht und einem ausgewogenen Frühstück, ging es zum DDR- Museum, wo wir eine sehr informative Führung erhielten und unser Wissen sinnvoll erweitern konnten. Danach verbrachten wir unsere Mittagspause auf dem Alexanderplatz. Nach der freien Zeit genossen wir die geführte Stadtrundfahrt durch die verschieden Stadtteile Berlins im warmen Bus. Auch machten wir an besonderen Bauwerken und wichtigen Sehenswürdigkeiten kurze Stopps um sie genauer anzuschauen oder ein Erinnerungsfoto zu schießen. Nach dem ersten anstrengenden Tag in Berlin versammelten wir uns alle zum gemeinsamen Abendessen in der Pizzeria. Nach einer viel zu großen Pizza hatten wir erneut Freizeit, in der einige das Brandenburger Tor besichtigten, andere beim Shoppen waren, oder einen entspannten Abend im Hostel verbrachten.

Ein neuer, sehr kalter Tag brach in Berlin an. An diesem Tag sollten wir uns intensiv mit der Geschichte der DDR beschäftigen. Zunächst besuchten wir die Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße, wo man alte Überbleibsel der Grenzpassage, aber auch neue Inszenierungen, betrachten kann. Auch dort erhielten wir zum besseren Verständnis eine Führung. Nach der Mittagspause besuchten wir das Gefängnis Hohenschönhausen, in dem wir die Ehre hatten von einem ehemaligen politischen Gefangenen der Stasi herumgeführt zu werden und auch von seinen persönlichen Erfahrungen berichtet zu bekommen, dies verschaffte uns einen Überblick über die Methoden und Vorgehensweisen der Stasi bei politischen Gefangen, die z.B. versucht hatten die Grenze unerlaubt zu überschreiten. Nach der sehr persönlichen Führung erwartete uns erst einmal eine Pause am Potsdamer Platz, nach der eine Gruppe das Musical „Tanz der Vampire“ besuchte, eine zweite Gruppe eine Schülervorstellung der „Blue Man Group“, während die letzte Gruppe, die sich schon bei der Anmeldung dazu entschieden hatte keiner dieser Veranstaltungen beizuwohnen, einen langen freien Abend verbrachten.

Am letzten Tag in Berlin lag der Fokus auf der Politik. Aufgrund dessen besuchten wir das Paul Löbe Haus, in dem wir ein Gespräch mit einem Stellvertreter von Herr Durz (ehemaliger Bürgermeister von Neusäß) hatten. Dieses Gespräch sollte uns Einblicke in das Leben eines Abgeordneten geben. Nach dem Vortrag durften wir Fragen stellen, die halfen unser Wissen zu vertiefen. Wir bekamen ein köstliches Mittagessen in der Kantine des Bundestages. Ein Vortrag über den Reichstag und der Besuch der Kuppel schlossen unser Programm vor der Pause ab. Die vorletzte Station des Tages war das Spionagemuseum am Potsdamer Platz, in dem wir über einige Methoden der damaligen Spionage aufgeklärt wurden. Am Abend wartete dann der letzte Programmpunkt auf uns, welcher ein Discobesuch in der aus Berlin Tag & Nacht berühmten Bar Matrix war.

Am nächsten Morgen erwartete uns viel zu früh der Bus für die Rückfahrt nach Diedorf. Auf der Rückfahrt besuchten wir noch das Sommerschloss von Sanssouci, das uns mit seiner kunstvollen Inneneinrichtung verzauberte. Nach 6 Stunden Fahrt kamen wir wieder in unserem altvertrauten Diedorf an.

Es berichteten Leonie Mayer und Floris Wagner, 10a