Zu Gast bei der Augsburger Allgemeinen

Am Vorabend schon die allerersten Exemplare der Zeitung von morgen frisch aus der Druckmaschine in der Hand halten – das durfte das P-Seminar „Zeitungsjournalismus“  am vergangenen Montag. Die Augsburger Allgemeine bot uns exklusiv einen Blick hinter die Kulissen einer der größten bayerischen Tageszeitungen.

Michael Stifter, der Ressortleiter Politik, nahm sich Zeit für uns. Wir erhielten aus erster Hand Informationen über den Arbeitsalltag eines Redakteurs und konnten all die Dinge erfragen, die uns an diesem Beruf besonders interessieren:

  • Woher bekommt ein Journalist seine Themen?
  • Wer entscheidet, was überhaupt in die Zeitung kommt?
  • Was tun bei einer Schreibblockade?
  • Wie wird man Chefredakteur?

Das sind nur einige der Fragen, mit denen Herr Stifter gelöchert wurde. So stellte sich schließlich heraus, wie abwechslungsreich und vielseitig diese Arbeit ist und wie spontan man dabei sein muss. Denn die aktuellen Geschehnisse halten sich nicht an geregelte Arbeitszeiten und so kann es passieren, dass eine neu eintreffende Nachricht von einer Sekunde auf die andere die ganze Redaktion in Aufregung versetzt. So sei es beispielsweise an dem Abend gewesen, als ein Attentäter im Münchener Olympia-Einkaufszentrum mehrere Menschen und schließlich sich selbst erschoss. Damals wollten einige Kollegen gerade nach Hause gehen, dann traf jedoch die Nachricht ein und der Zeitungsinhalt musste noch kurzfristig angepasst werden.

Im Anschluss an das Redaktionsgespräch wurden wir durch die Druckerei geführt und waren genau rechtzeitig vor Ort, um die druckfrische Dienstagsausgabe in Empfang zu nehmen.

Ursula Köstler