Zehntklässler erleben „Der Kontrabaß“ von Patrick Süskind

Kann man wirklich 90 Minuten lange über einen Kontrabass reden? Und wie soll das gehen, wenn nur eine Person diese 90 Minuten füllen muss? Das sind zwei der Fragen, die wir uns gestellt haben, bevor wir – also die Klasse 10a – uns am 31.03.17 um 19:00 Uhr in Göggingen am Parktheater getroffen haben, um das Stück „Der Kontrabaß“ von Patrick Süskind zu sehen.

In dieser Tragikomödie geht es um einen Kontrabassisten, der Teil des Staatsorchesters ist und sein Instrument hasst, aber gleichzeitig auch liebt. Der Mann erzählt, während er ein Bier nach dem anderen trinkt, von seinem Leben als Musiker, seinen Lieblings- und Hasskomponisten und von seiner heimlichen Liebe zur Sopransängerin Sarah, für die er immer besonders schön musiziert, wenn es sein Kontrabass zulässt. Um Sarah auf sich aufmerksam zu machen, nimmt sich der nörgelnde Kontrabassist vor, beim heutigen Konzert laut „Sarah“ zu rufen.

Das Stück war 1984/85 das meistaufgeführteste Theaterstück auf den deutschen Bühnen und es bekommt auch noch heute sehr gute Kritiken. Wir waren ebenfalls überrascht, denn das Stück war besser als wir vorher gedacht hatten. Der Schauspieler hat es geschafft, uns zum Lachen zu bringen und durch sein Talent auch das Selbstmitleid sowie die Hassliebe des Kontrabassisten zu seinem Instrument zu vermitteln. Wir bedanken uns bei unseren Lehrern Frau Egger, Frau Kinzler und Herrn Wagner, die mit uns gemeinsam im Parktheater waren und auch beim Förderverein, der einen Großteil des Eintrittspreises bezahlt hat. Insgesamt war es eine interessante Erfahrung mit der Klasse ins Theater zu gehen und auch mal etwas Traditionelles zu sehen.

Veronika Fendt, Klasse 10a