Weimarfahrt 2024

Auf Goethes und Schillers Spuren

Am 13. März ging es für einen Teil der 11. Jahrgangsstufe gemeinsam mit Frau Neumann und Herrn Vogler nach Weimar. Nach einer lustigen Busfahrt samt Bus-Quiz kamen wir mittags in Weimar an, wo wir uns direkt auf den Weg zur Herderkirche machten, in der schon Martin Luther predigte und Johann Sebastian Bach musizierte. Weiter ging es für uns mit der Anna-Amalia-Bibliothek, in der wir (in zwei Gruppen geteilt) eine Führung bekamen. Zuerst erhielten wir einen Einblick in den modernen Trakt, welcher mit seinen vielen Büchern sehr imposant war. Insgesamt kann man über eine Million – vor allem historische – Bücher in dem ehemaligen Schlosskomplex finden. Im zweiten Teil der Führung durften wir in den Rokokosaal, die historische Bibliothek von Anna Amalia, die mit ihren wunderschönen Verzierungen, vielen Skulpturen und über 40000 Büchern mindestens genauso schön war wie der moderne Teil. Nach einem ersten Einblick in die Stadtgeschichte und einer anschließenden Stärkung kamen wir im Deutschen Nationaltheater noch einmal zusammen, um die Komödie „Paarlaufen II“ anzuschauen, welche sehr unterhaltsam und interessant war.

Am Donnerstag starteten wir den Tag nach einem Referat über das berühmte Goethe-Schiller-Denkmal mit dem „Weimarhaus“: einer Abfolge von, zu den geschichtlichen Epochen passenden, Räumen, in denen wir einen sehr ansprechend aufbereiteten, multimedialen Einblick in die Geschichte Weimars bekommen haben. Nach unserer Mittagspause besichtigten wir im Zuge einer Führung das Goethe-Nationalmuseum, in dem wir vieles über dessen Leben und auch seine Person erfahren haben, beispielsweise, dass er eigentlich Politiker und Schreiben nur sein Hobby war, oder, dass er sich verschimmelte Brote aus der ganzen Welt zusenden hatte lassen, um diese dann zu untersuchen. Weiter ging es passend dazu mit dem Wohnhaus Goethes am Frauenplan, welches wir nach einem einführenden Film mit Audioguides erkundet haben und uns so sein Leben noch besser vorstellen konnten. Im Anschluss daran hatten wir den restlichen Tag Freizeit. Ein Teil der Gruppe ging noch mit Frau Neumann ins Bauhaus-Museum oder mit Herrn Vogler in die Kunstausstellung des „Neuen Weimar“, während der Rest Volleyball spielte, auf eigene Hand die Stadt erkundete, shoppen war oder einfach so unseren letzten Abend in Weimar genoss.

Am letzten Tag brachen wir nach dem Frühstück bei strahlendem Sonnenschein zum Park an der Ilm auf. Hier bekamen wir von einigen Mitschülern Informationen über Goethes Gartenhaus, bevor wir selbst dessen Garten erkundeten. Nach einer kurzen entspannenden Pause im Park ging es dann für uns über das römische Haus zur Fürstengruft. Hier wurde uns im Zuge eines letzten Referats Schillers Leben und vor allem das, was danach mit ihm passierte, nähergebracht, beispielsweise, dass Goethe Schillers Schädel 20 Jahre nach dessen Tod erhielt. Im Anschluss daran konnten wir die Fürstengruft von innen betrachten und waren so als krönender Abschluss nur wenige Meter entfernt von den Särgen von Goethe, Schiller, Anna Amalia, Karl August und anderen historisch wichtigen Personen, von denen wir die ganzen Tage schon viel gehört hatten.

Insgesamt waren es drei sehr intensive Tage in Weimar, in denen wir viel Neues gelernt haben und – noch wichtiger – gemeinsam eine wunderschöne Zeit hatten, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

von Johanna Gerner, 11b (geringfügig verändert)