
Das Wort „debattieren“ kommt ursprünglich aus dem Französischen von „débattre“ und bedeutet (nieder-)schlagen. Auch wird die Debatte des Öfteren als Streitgespräch bezeichnet. Doch dieser vermeintlich negative Wortursprung täuscht. So will Jugend debattiert nicht wirklich das Streiten im herkömmlichen Sinne anregen, aber wohl mag es das Gespräch besonders zwischen Jugendlichen fördern, um die allgemeine und kritische Meinungsbildung zu schulen.
So wurde der verbale Austausch in diesem Schuljahr zum ersten Mal überhaupt am Schmuttertal-Gymnasium in Diedorf gefordert und gefördert. Unter den Neuntklässlern gab es engagierte TeilnehmerInnen, die sich in den beiden Qualifikationsrunden mit den Themen „Sollen Kaffeebecher zum Mitnehmen mit Pfand belegt werden?“ und „Soll in der Schule die Nutzung von Smartphones zu Unterrichtszwecken erlaubt werden?“ beschäftigten. Alle Neuntklässler durften zuschauen, wie sich Isabel Fink, Yvonne Jelsen, Philipp Grumbrecht und Tabea Schmid ins Finale vorkämpften.
In der Finaldebatte zum Thema „Sollen alle Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 unserer Schule verpflichtet werden, sich für Flüchtlingskinder in Diedorf zu engagieren?“ versuchte die Proseite, vertreten von Isabel Fink und Tabea Schmid, die Kontraseite – in diesem Fall Philipp Grumbrecht und Yvonne Jelsen – von jener Verpflichtung zu überzeugen. Einer recht abwechslungsreichen Debatte folgte eine schwere Entscheidung der fachkräftigen Jury, die aus Lehrern und Schülern bestand. Letztendlich hatten Isabel und Yvonne die schlagkräftigeren Argumente und ziehen in die nächste Runde, den Regionalentscheid ein. Ob sie dort dann genauso überzeugend „streiten“ bzw. debattieren können, wird sich im Februar zeigen.
Jeder Finalist gewann einen Buchpreis, der von der Buchecke Diedorf gestiftet wurde. Die Erst- und Zweitplatzierten dürfen zudem an einem kostenlosen Rhetoriktraining am 25. Januar in Augsburg teilnehmen.
























