Projekttag 2

Projekttag 2
Planspiel: Ein Naturschutzgebiet in Gefahr 

In der beschaulichen, im ländlichen Raum gelegenen Kleinstadt Bernau (ca. 5000 Einwohner) will die Chemie AG, einer der größten Chemiekonzerne der Welt, der Chemiefasern für die Textil- und Bekleidungsindustrie produziert, ein Zweigwerk bauen. Dabei gibt es zwei potentielle Standorte, von denen Standort A im Weinbaugebiet liegt, Standort B hingegen im Naturschutzgebiet. Die Finanzierung des Baus ist noch unklar, da die Gemeinde staatliche Hilfen benötigen würde – man weiß jedoch nicht, ob man diese erhält. 

Diese reale Situation galt es im Rahmen des Planspiels von den
8. Klassen zu simulieren. Entscheidungsprozesse sollten nachge-
ahmt werden, um die Situation zu einer Lösung zu bringen.
Vertreten waren dabei verschiedene Interessensgruppen: 
 

  • der Stadtrat 
  • der Verein für Naturschutz 
  • die Leitung der Chemie AG 
  • das Wirtschaftsministerium 
  • der Ortsverband der Landwirte 
  • die Presse

In Gruppenarbeit versuchten die Schüler*innen anfangs innerhalb ihrer Gruppe eine einheitliche Position zu entwickeln. Im Weiteren traten sie dann in Interaktion mit den anderen Gruppen: Gespräche wurden geführt, Gegner wurden identifiziert und auch Koalitionen geschlossen, um eine Entscheidung herbeizuführen.  

Anders als im Schulalltag ging es dabei nicht darum, Wissen abzufragen – jedoch war Wissen notwendig, um den Herausforderungen des Spiels begegnen zu können. Ebenso entscheidend waren soziale Kompetenzen wie Team- und Kooperationsfähigkeit, Dialogkompetenz, Kompromissbereitschaft sowie die Sensibilität gegenüber Kommunikationsabläufen.  

Letztendlich ermöglichte das Planspiel eine abwechslungsreiche Lehre, die Dynamik und Abwechslung in den Lernalltag brachte. 

Marjana Mehltretter