Alle Beiträge von Maximilian Greiner

Schüler der Klasse 8a spielen beim Brechtfestival Augsburg

„Lateinunterricht und Brecht? Passt das denn zusammen?“, mag sich der eine oder andere vielleicht fragen.

Durchaus, denn Bertolt Brecht hat in seiner Coriolan-Bearbeitung auch das Gleichnis vom Magen und den Gliedern aufgegriffen, von welchem bereits der römische Geschichtsschreiber Livius in seinen Annalen berichtet. Allerdings nimmt Brecht einen deutlich kritischeren Blick auf das Gleichnis ein, das besagt, dass in einem Staat alle Menschen verschiedenen Standes zusammenhalten sollten, sowie in einem Körper alle Körperteile zusammenarbeiten müssen, damit es dem ganzen Körper gut geht. Die große Frage, die Brecht umtreibt, ist allerdings die: Kann ein unveränderliches System, wie es bei einem menschlichen Körper vorliegt, auf den Staat übertragen werden? Ein Magen muss immer der Magen bleiben, doch dürfen die Regierenden immer die Regierenden bleiben?
Mit diesen Fragen haben sich auch die Schüler und Schülerinnen der Klasse 8a beschäftigt, woraus das Stück „Livius, Brecht und die Sache mit dem kleinen Zeh“ entstanden ist.

Besonders groß war die Freude, als die Klasse infolge der Teilnahme am Wettbewerb „Mein Lieblingsbrecht“, der im Rahmen des Brechtfestivals ausgeschrieben war, die Einladung zur Aufführung des Stückes auf der Augsburger Brechtbühne erhielt.

Nun waren intensive Proben angesagt, bei denen uns Herr Dr. Friedrichs, einer der Mitverantwortlichen der Veranstaltung, unterstützte. Und so ging es am 1. März, ausgerüstet mit Zähnen, Ohren und Händen aus Pappe zur Brechtbühne, wo wir alle Bühnenluft schnuppern durften. Ein bisschen aufgeregt waren wir schon, doch die Schüler, unter ihnen Nicolas Monfé als Menenius Agrippa und Amelié Buchwald als Brecht, brachten mit Bravour ihr Stück zur Aufführung. Mit großem Interesse folgten wir auch den Darbietungen anderer Schulklassen.

Ein Abend, der uns und den Eltern viel Freude gemacht hat.

Annette Neumann

 

 

 

Kunstausstellung „Freiraum 16“

Vom 08.03. bis zum 20.03.2016 ist die Ausstellung „Freiraum 16 – Schulkunst im Augsburger Rathaus“ aufgebaut und kann zu den Öffnungszeiten des Augsburger Rathauses besucht werden. Zu sehen gibt es einen Querschnitt von Schülerarbeiten aus den Jahrgangsstufen 5 – 12 der Augsburger Gymnasien.
Eine besondere Stellung nimmt unser Gymnasium ein, da wir als einzige Landkreisschule zusammen mit den Augsburger Gymnasien ausstellen dürfen. Von unseren Schülern werden Arbeiten aus den zehnten Klassen zu sehen sein.
Die Vernissage findet am 09.03. um 17.30 Uhr statt, zu der alle herzlich eingeladen sind.
Bilder von den Arbeiten und von der Vernissage werden an dieser Stelle nachgereicht.

Michael Hinterleitner

 

„Lebenssituation Jugendlicher in unserer Region früher“ – Exkursion ins Volkskundemuseum Oberschönenfeld

Die Achtklässler des WSG-S-Zweigs am SGD haben im Rahmen des Themas „Jugendliche Lebenswelten“ im Sozialkunde-Unterricht das Volkskundemuseum Oberschönenfeld besucht und erhielten dort sowohl einen direkten als auch praktischen Einblick in die Lebensumstände, die den bäuerlichen Alltag von Jugendlichen vor etwa hundert Jahren in unserer Region ausmachten.

Einige SchülerInnen der 8d haben den Museumsbesuch aus ihrer Sicht kurz zusammengefasst und erklären, warum es dort nicht selten auch zu einem „Aha“-Effekt gekommen ist:

„Ich fand es in Oberschönenfeld sehr unterhaltsam, da ich mir vorher nicht vorstellen hätte können, dass es in einer Familie eine feste Rangordnung gab. Die Museumsführerin war auch sehr nett und ist auf unsere Fragen eingegangen, was ich sehr wichtig fand.“ Maximilian Mösch, 8d

„Für uns war es sehr komisch, dass man als Kind/Jugendlicher früher nur einmal pro Woche in schon gebrauchtem und dadurch meist schmutzigem Wasser baden konnte. Zudem mussten die Kinder früher heiße Steine mit ins Bett nehmen, weil es sonst zu kalt gewesen wäre.“ Annalena Metschke, 8d

„Ich fand es überraschend, wie wenig man über seine Zukunft selbst entscheiden konnte und wie viele Kinder man hatte. Außerdem war für mich neu, dass der Geburtstag so unwichtig und der Namenstag dafür bedeutender war.“ Meret Krapf, 8d

„Die drei Dinge, die mir in Oberschönenfeld gefallen haben, sind:
– …die Führung, da sie sehr lehrreich war und durch Cevins viele Fragen auch lustig wurde.
– …die Ausstellung selbst, denn man konnte die originalen Einrichtungsgegenstände anschauen.
– …dass man sich auch verkleiden konnte.“
Kilian Schropp, 8d

 

Stefanie Fink

 

Jugend debattiert – Isabel Fink argumentiert sich vor bis zum Landesentscheid

Zwei Schülerinnen des Schmuttertal-Gymnasiums, Isabel Fink und Yvonne Jelsen, Klasse 9a, haben am vergangenen Dienstag, den 16. Februar 2016, unsere Schule beim Regionalverbundentscheid des Bundeswettbewerbs von „Jugend debattiert“ vertreten. Die Debattanten traten den Weg in die Alte Stadtbibliothek in Augsburg mit wenigen weiteren Mitschülern, darunter Juroren, Zeitnehmer und Ersatzdebattanten, und der betreuenden Lehrkraft Monika Reichert-Hafner, Schulkoordinatorin von „Jugend debattiert“ am SGD, an.

Am Wettbewerbsort angekommen, fieberten Isabel und Yvonne schon der Bekanntgabe der Positionen für die Debattenhin- und -rückrunde entgegen. Um 8.45 Uhr war es dann so weit: Während die Zeitnehmer und Juroren verschiedenen Räumen zugewiesen wurden, hatten die zwei SGDler lediglich 15 Minuten Zeit, sich auf die erste Bewährungsprobe vorzubereiten. In der Hinrunde stellten sie gegenüber vielen anderen Augsburger Schulen ihre Redekunst zum Thema „Sollen Eltern verpflichtet werden, die Computerzeiten ihrer Kinder zu beschränken?“ unter Beweis. Mit mächtig Eifer, überzeugenden Argumenten und zahlreichen konkreten Beispielsituationen konnten sie dann auch in der Rückrunde beim Thema „Soll ein Mindestgewicht für Models festgelegt werden?“ beinahe alle zwei überzeugen.

Das Hoffen wurde Wirklichkeit: Während Yvonne ausschied, schaffte es Isabel bis ins Finale. Obwohl sie während der schulfreien Faschingswoche verreist war und dort keinen Internetzugang zur Verfügung hatte, reichten die wenigen Tage mit enormem häuslichem Fleiß an Vorbereitungszeit aus.

Schließlich war es dann um 15.00 Uhr so weit: Isabel konnte sich nicht lange über den Erfolg, ins Finale der besten vier Debattanten einzuziehen, freuen. Denn es ging sofort wieder daran, sich für die entscheidende Endrunde fit zu machen.

Währenddessen begrüßte der Landesbeauftragte Wolfgang Poeppel die auf die Endrunde wartenden Zuschauer im Rathaus im Oberen Fletz in Augsburg. Er erklärte, dass der alljährlich stattfindende Wettstreit „Jugend debattiert“ ein bundesweiter Wettstreit ist, der die Förderung der politischen Bildung, der Debattenkultur und der deutschen Sprache zum Ziel habe. Weiter konnte der Landesbeauftragte verkünden, dass „Jugend debattiert“ mehr Jugendliche erreiche als etwa „Jugend forscht“ oder „Jugend musiziert“. Herr Poeppel erklärte ferner, dass im Unterricht oft viel zu wenig das freie Reden erlernt und eingeübt werde. Auch den Aufbau des Projektes stellte er knapp vor: Der Wettbewerb richtet sich an zwei Altersgruppen – Sekundarstufe I mit den Klassen 8 und 9 sowie Sekundarstufe II mit den Klassen 10 bis 12 – und wird auf fünf Ebenen bestritten: Klasse, Schulverbund, Region, Land und Bund. Hierbei gilt es, feste Regeln einzuhalten: Je vier Schüler bestreiten eine 24 Minuten Debatte, zwei davon vertreten die Pro-, zwei die Contra-Seite. Jeder hat zu Beginn zwei Minuten ungestörte Redezeit, in der er seine Argumente darlegen kann. Anschließend folgen zwölf Minuten freie Aussprache. Für das Schlusswort steht jedem Teilnehmer noch einmal eine Minute zur Verfügung, um seine Position nochmals überzeugend abzurunden. Anschließend werden Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft der vier Redner von der Jury bewertet.

In der hochklassigen Debatte zum Finalthema „Sollen Eltern frei entscheiden, welche weiterführende Schule ihre Kinder besuchen?“ reichte es für das Schmuttertal-Gymnasium, das sich zum ersten Mal am Wettbewerb „Jugend debattiert“ beteiligt hatte, mit Isabel Fink für den zweiten Platz. Dabei war es alles andere als einfach, sich gegen die Jugend debattiert-Hochburg des Justus-von-Liebig Gymnasiums Neusäß durchzusetzen. Letztere hatte gleich zwei Debattanten im Finale, die Isabel auf die Plätze drei und vier verwies.

Die Schülerin des Schmuttertal-Gymnasiums Diedorf gewann einen Büchergutschein im Wert von 50 Euro und ein mehrtägiges Rhetoriktraining, das vom 3. bis 6. März in Donauwörth stattfindet. Für den nächsten Entscheid am 18. April im Maximilianeum in München, dem Landesentscheid, wünschen wir Isabel viel Erfolg!