Jugend debattiert – Isabel Fink argumentiert sich vor bis zum Landesentscheid

Zwei Schülerinnen des Schmuttertal-Gymnasiums, Isabel Fink und Yvonne Jelsen, Klasse 9a, haben am vergangenen Dienstag, den 16. Februar 2016, unsere Schule beim Regionalverbundentscheid des Bundeswettbewerbs von „Jugend debattiert“ vertreten. Die Debattanten traten den Weg in die Alte Stadtbibliothek in Augsburg mit wenigen weiteren Mitschülern, darunter Juroren, Zeitnehmer und Ersatzdebattanten, und der betreuenden Lehrkraft Monika Reichert-Hafner, Schulkoordinatorin von „Jugend debattiert“ am SGD, an.

Am Wettbewerbsort angekommen, fieberten Isabel und Yvonne schon der Bekanntgabe der Positionen für die Debattenhin- und -rückrunde entgegen. Um 8.45 Uhr war es dann so weit: Während die Zeitnehmer und Juroren verschiedenen Räumen zugewiesen wurden, hatten die zwei SGDler lediglich 15 Minuten Zeit, sich auf die erste Bewährungsprobe vorzubereiten. In der Hinrunde stellten sie gegenüber vielen anderen Augsburger Schulen ihre Redekunst zum Thema „Sollen Eltern verpflichtet werden, die Computerzeiten ihrer Kinder zu beschränken?“ unter Beweis. Mit mächtig Eifer, überzeugenden Argumenten und zahlreichen konkreten Beispielsituationen konnten sie dann auch in der Rückrunde beim Thema „Soll ein Mindestgewicht für Models festgelegt werden?“ beinahe alle zwei überzeugen.

Das Hoffen wurde Wirklichkeit: Während Yvonne ausschied, schaffte es Isabel bis ins Finale. Obwohl sie während der schulfreien Faschingswoche verreist war und dort keinen Internetzugang zur Verfügung hatte, reichten die wenigen Tage mit enormem häuslichem Fleiß an Vorbereitungszeit aus.

Schließlich war es dann um 15.00 Uhr so weit: Isabel konnte sich nicht lange über den Erfolg, ins Finale der besten vier Debattanten einzuziehen, freuen. Denn es ging sofort wieder daran, sich für die entscheidende Endrunde fit zu machen.

Währenddessen begrüßte der Landesbeauftragte Wolfgang Poeppel die auf die Endrunde wartenden Zuschauer im Rathaus im Oberen Fletz in Augsburg. Er erklärte, dass der alljährlich stattfindende Wettstreit „Jugend debattiert“ ein bundesweiter Wettstreit ist, der die Förderung der politischen Bildung, der Debattenkultur und der deutschen Sprache zum Ziel habe. Weiter konnte der Landesbeauftragte verkünden, dass „Jugend debattiert“ mehr Jugendliche erreiche als etwa „Jugend forscht“ oder „Jugend musiziert“. Herr Poeppel erklärte ferner, dass im Unterricht oft viel zu wenig das freie Reden erlernt und eingeübt werde. Auch den Aufbau des Projektes stellte er knapp vor: Der Wettbewerb richtet sich an zwei Altersgruppen – Sekundarstufe I mit den Klassen 8 und 9 sowie Sekundarstufe II mit den Klassen 10 bis 12 – und wird auf fünf Ebenen bestritten: Klasse, Schulverbund, Region, Land und Bund. Hierbei gilt es, feste Regeln einzuhalten: Je vier Schüler bestreiten eine 24 Minuten Debatte, zwei davon vertreten die Pro-, zwei die Contra-Seite. Jeder hat zu Beginn zwei Minuten ungestörte Redezeit, in der er seine Argumente darlegen kann. Anschließend folgen zwölf Minuten freie Aussprache. Für das Schlusswort steht jedem Teilnehmer noch einmal eine Minute zur Verfügung, um seine Position nochmals überzeugend abzurunden. Anschließend werden Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft der vier Redner von der Jury bewertet.

In der hochklassigen Debatte zum Finalthema „Sollen Eltern frei entscheiden, welche weiterführende Schule ihre Kinder besuchen?“ reichte es für das Schmuttertal-Gymnasium, das sich zum ersten Mal am Wettbewerb „Jugend debattiert“ beteiligt hatte, mit Isabel Fink für den zweiten Platz. Dabei war es alles andere als einfach, sich gegen die Jugend debattiert-Hochburg des Justus-von-Liebig Gymnasiums Neusäß durchzusetzen. Letztere hatte gleich zwei Debattanten im Finale, die Isabel auf die Plätze drei und vier verwies.

Die Schülerin des Schmuttertal-Gymnasiums Diedorf gewann einen Büchergutschein im Wert von 50 Euro und ein mehrtägiges Rhetoriktraining, das vom 3. bis 6. März in Donauwörth stattfindet. Für den nächsten Entscheid am 18. April im Maximilianeum in München, dem Landesentscheid, wünschen wir Isabel viel Erfolg!