Jahresbericht Elternbeirat 2021/2022

Ein weiteres von der Corona-Pandemie bestimmtes Schuljahr liegt hinter uns, was natürlich auch die Arbeit des Elternbeirats beeinflusst hat.

Wir zwölf Elternbeiräte als ein mitwirkender Teil der großen Schulfamilie sind zufrieden und glücklich, dass wir einen kleinen Beitrag zu einem wieder etwas lebendigeren Schulalltag leisten konnten.

Zunächst startete das Schuljahr 2021 im September mit einem Wechsel unserer Vorsitzenden. Anstelle von Nadine Ludwig übernahm Jessica Schütz den Vorsitz, Thomas Pfalzgraf wurde als Ersatz für Elke Herch zu ihrem Stellvertreter gewählt. An dieser Stelle bedanken wir uns herzlich bei Nadine und Elke, die über Jahre den Elternbeirat bereichert, geprägt und unterstützt haben!

Der Elternbeirat versteht sich als Bindeglied zwischen der Elternschaft und der Lehrerschaft bzw. Schulleitung. Darum haben wir in diesem Jahr den engen Draht über die Klassenelternsprechern (KES) in die jeweiligen Klassen weiter intensiviert, indem wir gezielte Abfragen zu den aus unserer Sicht wichtigen Themen in Vorbereitung auf unsere regelmäßigen Sitzungen gestartet haben. Der rege Austausch mit den KES brachte viele Ideen und konstruktive Vorschläge, die dann von uns mit der Schulleitung diskutiert wurden. Wir haben uns auch sehr gefreut, dass sich viele Eltern über diesen Weg bereit erklärt haben, bei drohendem Unterrichtsausfall aufgrund hohen Krankenstandes der Lehrerschaft als „Teamlehrern“ zu unterstützen.

Einige Schulprojekte, bei denen der Elternbeirat unterstützt hat, kamen aufgrund Corona leider noch nicht oder nur „ abgespeckt“ zu Stande. So musste bedauerlicherweise die von Frau Mehltretter gemeinsam mit dem Oberstufenkoordinator Herrn Hartmann geplante Berufsorientierungsinformationsveranstaltung für Januar abgesagt werden. Alle für dieses Projekt erforderlichen Experten, die ihr Berufsfeld näher vorstellen wollten, waren auch dank unserer Elternbeirätinnen Dagmar Witty und Stefanie Katzenberger gefunden. Hoffentlich kann im nächsten Schuljahr diese wertvolle Veranstaltung für die Q 11 und Q 12 stattfinden.

Auch die sonst von allen geschätzte Weihnachtsfeier konnte nicht wie gewohnt durchgeführt werden. Unsere Elternbeirätinnen Frauke Krebs und Patricia Schweigert, die für unseren Arbeitskreis „Feste“ federführend sind, haben aber tatkräftig unterstützt, eine coronakonforme Weihnachtsfeieraktion zu organisieren und durchzuführen. Auf dem Schulhof duftete es dann nach frischem Popcorn, hergestellt und verpackt durch viele engagierte Elternbeiratsmitglieder und an alle Schüler verteilt durch die fleißigen Helfer der SMV. Zudem bekamen wir die Gelegenheit, der Schüler- und Lehrerschaft per Videobotschaft unserer Vorsitzenden unsere Weihnachtsgrüße zukommen zu lassen.

Unser Arbeitskreis „Website“ wurde glücklicherweise nicht von Covid 19 gebremst, so dass wir immer wieder neue Beiträge auf der Homepage des SGD veröffentlicht haben.

Gebremst wurden aber die Autos! Dank des ausdauernden Einsatzes unseres Elternbeiratsmitglieds Markus Endreß, hervorragend unterstützt durch die SMV und die Schulleitung, gibt es jetzt die

„Fahrradstraße“ direkt vor dem SGD. Durch den beruhigten Verkehr können nun unsere Schüler auf einem Teilstück des Weges sicherer zur Schule kommen.

Auch bei vielen weiteren Aktionen wurde der Elternbeirat von der Lehrerschaft bzw. der Schulleitung einbezogen, wie z.B. bei der Weiterentwicklung der „Lernentwicklungsgespräche“, die mit den Schülern der Unter- und Mittelstufe regelmäßig durchgeführt werden oder bei der „Schulhausführung“, die Eltern und Kindern der zukünftigen 5. Klassen im März angeboten wurde. Auch für die Weiterentwicklung des Mensa-Angebotes gibt es inzwischen einen Arbeitskreis, in dem der Elternbeirat vertreten ist. Zusätzlich sind wir am in diesem Jahr gestarteten Schulentwicklungsprozess beteiligt.

Der Redaktionsschluss für diesen Beitrag lässt uns, verbunden mit unseren Erfahrungen aus den letzten zwei Jahren Pandemie, noch etwas unsicher, aber hoffnungsvoll auf die für den Sommer geplanten Veranstaltungen blicken, vor allem auf unser Vor-Ort-Treffen mit den KES im Juli und unser gemeinsames Sommerfest, das hoffentlich wieder ein buntes, reales Zusammenkommen und Feiern mit den Schülern, der Schulleitung, der Lehrerschaft und den Eltern sein kann.

An dieser Stelle gratulieren wir unseren Abiturienten des vergangenen Schuljahres und hoffen, dass viele von ihnen den Kontakt zum SGD auch zukünftig halten und sich in der Alumni-Datenbank (ein weiteres erfolgreiches Projekt des Elternbeirates 😊) registrieren werden.

Unser Elternbeirat ist eine aktive und dynamische Gruppe, in die sich jeder nach seinen Stärken und Fähigkeiten eingebracht hat. Nachdem uns bedauerlicherweise einige der Beiräten Ende des Schuljahres verlassen werden, da deren Kinder dieses oder nächste Jahr das Abi machen, bleibt uns hier der Appell an alle Eltern, sich für die Wahl im kommenden September aufstellen zu lassen. Wir freuen uns auf viele interessante, unterschiedliche Menschen und die gemeinsame Zusammenarbeit.

Damit möchten wir diesem turbulenten und nicht immer einfachen Schuljahr „ Adieu“ und nicht „Auf Wiedersehen“ sagen, sind aber gleichzeitig dankbar dafür, dass unsere Kinder in einem so friedlichen, fröhlichen und gesunden Lernumfeld aufwachsen und lernen dürfen.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im September mit hoffentlich vielen neuen Gesichtern, die uns und unsere Arbeit unterstützen möchten.

Jessica Schütz für den Elternbeirat des Schuljahres 2021/2022

Diakonischer Aktionstag

Diakonischer Aktionstag des Schmuttertal-Gymnasium Diedorf mit anspruchsvollen Herausforderungen für Siebtklässlerinnen und Siebtklässler

Die Anforderungen, die sich die Schüler und Schülerinnen aus dem 7. Jahrgang Evangelische Religion am Schmuttertal-Gymnasium Diedorf bei ihrem diakonischen Aktionstag am 30.06.2022 mit dem Diakonischen Werk Augsburg selbst erarbeiteten, waren durchaus anspruchsvoll. Sie lauteten: Wir kochen ein 3-Gänge-Menü mit Strafentlassenen, wir fördern 5. und 7. Klassen einer Mittelschule, die nur geringe Deutschkenntnisse haben, wir werden mit Kindergartenkindern einer schulvorbereitenden Einrichtung kreativ. Aber auch diese Ziele steckten sich Schülergruppen und bereiteten sich in mehreren Unterrichtsstunden darauf vor: Wir lernen durch Interaktion Bewohnerinnen und Bewohner einer Senioreneinrichtung kennen. Und auch das: Wir machen gemeinsam Sport mit Besucherinnen und Besuchern einer Tagesstätte für Menschen mit einer psychischen Erkrankung.

Die Schüler und Schülerinnen aus dem Religionsunterricht haben bei ihren Begegnungen eine andere Seite Augsburgs kennengelernt und haben zum Lernen ihre „Oase“ Schmuttertal-Gymnasium verlas-sen. Sie sind Kindern und Erwachsenen begegnet, die viele Fähigkeiten haben, die aber auch vor gro-ßen Herausforderungen stehen. Sie haben Mut, Herz und Nächstenliebe gezeigt und sind für ihre Offenheit belohnt worden. Sie haben durch Begegnungen und die Unterstützung der Sozialarbeiterinnen Nicole Hegner, Ines Güther und den Fachkräften an den diakonischen Lernorten etwas gelernt, was so allein im Klassenzimmer nicht möglich gewesen wäre.

 

 

Dr. Martin Dorner

Literaturprojekt mit Studierenden der Uni Augsburg

Odysseus,  Herkules und die anderen großen Stars der griechischen Heldensagen kennt jeder – doch wie sieht es aus mit dem „Stoinerna Ma“ oder den „Sieben Kindeln“?

Augsburger Stadtsagen stehen „großer“ Literatur in nichts nach – um verschiedene Schauplätze in der historischen Altstadt ranken sich dramatische Geschichten aus vergangenen Zeiten.

Studierende am Lehrstuhl für deutsche Sprache und Literatur des Mittelalters der Universität Augsburg luden deshalb die Klassen 6a und 6d zu einem Sagenforscher- Vormittag ein.

Nach einer kurzen Ausbildung als „Sagenforscher“ im Fürstenzimmer des Augsburger Rathauses machten sich die Schülerinnen und Schüler in kleinen Interview-Teams in der Augsburger Innenstadt auf den Weg, um Passanten ihr Wissen über Augsburger Stadtsagen zu entlocken.

Im Anschluss ging es auf Tour durch die Altstadt, wo an verschiedenen Stationen Studierende warteten und in szenischen Darbietungen die „sieben Kindlen“, den „stoinerna Ma“ sowie Martin Luther und den heiligen Simpert zum Leben erweckten.

Ein gelungener und abwechslungsreicher Vormittag, für den wir uns ganz herzlich beim Team des Lehrstuhls rund um Dr. Klaus Vogelgsang bedanken!

Ursula Köstler

Redakteurinnen der SGD-Schülerzeitung besuchen Pressekonferenz

Redakteurinnen der Schülerzeitung
zu Gast im Polizeipräsidium

Kampagne #NMMO
„#NichtMitMeinerOma – #NichtMitMeinemOpa“

Am Mittwoch, den 11.05.22, waren wir, vier Schülerinnen aus der Klasse 8d, im Augsburger Polizeipräsidium Schwaben Nord bei einer Pressekonferenz zum Thema „Nicht mit meiner Oma – nicht mit meinem Opa‘‘, bei der es um die in letzter Zeit immer häufiger vorkommenden „Schockanrufe“ bei älteren Menschen ging.

Ein ganz normaler Nachmittag irgendwo in Deutschland: Ein Enkelsohn ruft bei einer Oma an und bittet sie um Geld, weil etwas Schlimmes passiert sei. Die Oma ist völlig schockiert und macht sofort, was der Mann am Telefon ihr aufträgt. Sie hebt die geforderte Summe von ihrem Konto ab und ist bereit, das Geld an einen angekündigten Boten zu übergeben. Einige Zeit später merkt sie jedoch, dass an dem Anruf etwas merkwürdig war und ruft sicherheitshalber ihren Enkelsohn an. Doch dieser weiß von nichts und ist vollkommen überrascht…

Immer häufiger hört man von dieser Betrugsmasche, genannt „Enkeltrick“ oder auch „Callcenter-Betrug“. Aufklärung ist das wichtigste Mittel dagegen, denn nicht immer geht es noch gut aus wie im oben genannten Beispiel. Deshalb hat die Polizei die Kampagne „Nicht mit meiner Oma – nicht mit meinem Opa‘‘ ins Leben gerufen.

Die Täterinnen und Täter nutzen das Vertrauen der Menschen aus, indem sie sich als Familienmitglieder oder falsche Polizeibeamtinnen oder -beamte ausgeben.

Sie überraschen die Opfer mit einem Schockanruf und setzen sie so unter Druck, dass sie nicht mehr klar denken können, denn die Täterinnen und Täter sind psychologisch geschult. Sie lassen sich immer etwas Neues einfallen und passen sich der Umgebung an. Aber was können wir in diesem Moment machen?

Als erstes sollte man keine persönlichen Daten am Telefon nennen und spätestens bei Geldforderungen das Gespräch sofort beenden. Man darf niemals Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte übergeben. Beim geringsten Zweifel sollte man den Notruf 110 wählen.

Letztes Jahr konnte die Polizei 14 von 70 Fällen solcher Schockanrufe lösen. Unter anderem nahm sie eine Frau fest, die eine Haftstrafe von fünf Jahren bekam.

Mit einer Kampagne namens #NMMO setzt das Polizeipräsidium Schwaben Nord auf die Unterstützung von Schülerinnen und Schülern, welche durch Postkarten deren Großeltern oder andere ältere Bekannte auf die Masche der Täterinnen und Täter aufmerksam machen und ihnen die Verhaltenstipps erklären sollen. Prominente Augsburgerinnen und Augsburger wie zum Beispiel Oberbürgermeisterin Eva Weber oder auch der Kasperl aus der Puppenkiste sind auf den Plakaten zu sehen.

All das erfuhren wir bei der Pressekonferenz. Zudem wurden wir mit Informationsmaterial für unsere Mitschülerinnen und Mitschüler versorgt.

Ein ganz besonderes Highlight war, dass wir im Anschluss an die Pressekonferenz noch die Arrestzellen im Polizeipräsidium besichtigen durften. Hier kommt man im Normalfall nur hin, wenn man tatsächlich festgenommen worden ist – und wer will das schon? Zusätzlich wurden wir von den Polizistinnen und Polizisten mit interessanten Geschichten rund um vergangene Festnahmen versorgt.

Es gibt insgesamt 19 Zellen, darunter fünf Ausnüchterungszellen und eine Sammelzelle. In der 5m x 2,5m Zelle haben die Täterinnen und Täter nur einen Schlafplatz, eine Toilette und ein Waschbecken. Den Täterinnen und Tätern werden so viele persönliche Dinge wie möglich abgenommen, damit sie sich selbst und auch die Polizistinnen und Polizisten nicht gefährden. Es gab beispielsweise schon einmal den Fall, dass im Dutt einer Frau abgebrochene Rasierklingen gefunden wurden.

Man darf die Arrestzellen jedoch nicht mit einem Gefängnis verwechseln. Hier ist man nicht länger als 48 Stunden, denn dann muss man entweder der Haftrichterin oder dem Haftrichter vorgeführt werden, wenn es Beweise gibt, oder man darf wieder nach Hause gehen.

Wir bedanken uns bei der Polizei Augsburg für den interessanten Nachmittag!

Hannah Baier, Marlene Cakir, Lea Stechele, 8d

 

Arrestzellen

Naturwissenschaftlich-technologisches und Sozialwissenschaftliches Gymnasium