Tja – so läuft’s im Kunstbetrieb: Kürzung des Budgets, explodierende Produktionskosten – so wird kurzerhand das statistenreiche Projekt“ Der trojanische Krieg unter besonderer Gewichtung der persönlichen Tragik griechischer Helden“ abgesagt und stattdessen „Schneewittchen“ auf den Spielplan gesetzt. Sehr zum Unbill der Schauspieler, die zu disziplinieren der Regisseur fortan seine liebe Not hat. Zickenkrieg um die Hauptrollen, weinerlich-empfindsame Talente oder Selbstüberschätzungen erschweren die Rollenverteilung für ein Stück, das sich im weiteren Verlauf immer wieder frech und in für den Regisseur nervenaufreibender Weise von der Originalvorlage entfernt. So treiben tanzende Bäume im Wald ihren Schabernack mit Schneewittchen und selbiges wird am Schluss mit einem Prinzen konfrontiert, der Elvis liebt und seinen Paso-Doble-Auftritt in „Let’s dance“ mit ihr absolvieren will.
Inga de Coster

































































