Infotag digital

„Gestatten? Mein Name ist SGD, Schmuttertal Gymnasium Diedorf, darf ich mich Ihnen vorstellen?“

 

Können Sie sich noch vorstellen, wie das noch im Jahr 2019 war?
Man geht auf ein fremdes Haus zu, ein noch Unbekannter kommt einem mit einem gewinnenden Lächeln entgegen, hält zuvorkommend die Tür auf, ein warmer Händedruck, ein freundliches Lächeln, neugierige Augen, eine einladende Geste, und Worte wie: „kommen Sie, darf ich Ihnen unser Haus zeigen und Ihnen Frau oder Herrn XY vorstellen?“.

Sie treten ein, nehmen eine nach Holz duftende, warme Atmosphäre war, eine großzügige Aula, klare Gänge, helle Wände, Räume, durch die das Licht fließt, Farbakzente, wie hier mal ein strahlendes Gelb, dort ein munteres Magenta. Noch bevor das Hirn mit den ersten Informationen gefüttert wird, setzt schon das Gefühl ein: ach, hier möchte man auch wohl gern zur Schule gehen!

Auch das Schmuttertal Gymnasium stand im Jahr 2021 vor der Herausforderung, wie es sich den neuen Schülern und Eltern der zukünftigen 5. Klassen in Zeiten von Corona vorstellen kann.

Zunächst war die Bewusstmachung: was zeichnet uns als Schule aus, durch was unterscheiden wir uns von anderen Schulen, wie möchten wir uns gerne präsentieren, damit sich die „Neuen“ eine Vorstellung davon machen können, wie so ein Schulalltag am SGD abläuft: zu normalen Zeiten im reinen Präsenzunterricht, aber auch in Zeiten des Wechsel- und Distanzunterrichts.

Schnell wurde klar, die Informationen, die wir übermitteln wollen, müssen auf vielen Kanälen und auf verschiedenen Ebenen ganzheitlich transportiert werden:
so entstanden etliche kurze Filme über das SGD: Der Schulweg, das Schulhaus, das offene Lernkonzept, die Zusatzangebote, die Turnhalle.
Es gab Informationen, die man nachlesen konnte oder man ließ sich einfach kurzweilig das ein oder andere erzählen: von der Schulleitung, einzelnen Fachlehrern, dem Elternbeirat.

Schafft man dadurch aber schon die Nähe, die dann das Vertrauen schafft, um sein Kind, das die gewohnte Schulumgebung wechseln muss, an diese Schule zu geben? Gerade in diesen Zeiten der Unsicherheit, ……was ist die richtige Schulart für mein Kind, welche Schule ist dann die richtige,……. brauchen die Menschen, die das zu entscheiden haben, Ansprechpartner und den direkten Austausch von Mensch zu Mensch: deshalb haben wir vom SGD den Interessierten viele Ansprechpartner für ein Gespräch zur Verfügung gestellt!

Am Mittwoch, den 10.03.2021, konnten die Eltern und 4. Klässler über die Homepage des SGD auf vier verschiedene Links zugreifen: sie hatten die freie Wahl, mit wem sie ca. 25 Minuten ins Gespräch kommen wollten: erst mit der Schulleitung, dann mit Fachlehrern aus der 5. Klasse, oder eher mit Schülern aus der Schülervertretung oder mit Vertretern des Elternbeirats? Viele haben in den angebotenen zwei Stunden alle „Gesprächsräume“ besucht und konnten im Dialog mit den „Schulrepräsentanten“ die meisten Fragen beantwortet bekommen.

Die von den Eltern erhaltenen Rückmeldungen bestätigten auch unser Gefühl: mittels dieses persönlichen Austausches konnten wir unsere fröhliche Herzlichkeit gut transportieren. Wir konnten so aus Distanz doch ein wenig Nähe schaffen. So, wie wir es uns vorher vorgestellt haben. Wir meinen, die Vorstellung ist uns gelungen.
Denn auf die Frage: „Gestatten Sie, darf ich mich vorstellen?“ hörten wir meist ein ehrliches: „Angenehm! Sehr erfreut.“

Jugendoffizier

Was ist MINUSMA, welche Rolle spielt die Bundeswehr dabei und wo genau liegt eigentlich Mali?

Diese und zahlreiche weitere Fragen beantwortete Hauptmann Fabian von Skrbensky bei seinem virtuellen Vortrag vor den vertieften Sozial-kundekursen der Q12 im Februar 2021.

Der Jugendoffizier für Schwaben gab zunächst einen knappen, aber sehr informativen Überblick über das dünn besiedelte westafrikanische Land, durch das schon seit Jahrhunderten für den ganzen Kontinent wichtige Handelsrouten laufen. Von der deutschen Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt eskalierte dort 2012 ein bewaffneter Konflikt, in dessen Folge die Tuareg-Rebellen im Norden den Staat Azawad ausriefen. Ein anschließender Putsch sowie Kämpfe zwischen den Tuareg und Islamisten verkomplizierten die Lage zusätzlich und drohten, die gesamte Sahelzone zu destabilisieren.

Vor diesem Hintergrund entstand MINUSMA (Multidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali), an der die Bundeswehr mit bis zu 1100 Soldatinnen und Soldaten beteiligt ist: Die UN-Blauhelmtruppen haben die Aufgabe, vertrauensbildende Maßnahmen zwischen den Konfliktparteien durchzuführen, die Waffenruhe zu überwachen und die Umsetzung des Friedensabkommens zu unterstützen. Ergänzend dazu ist die Bundeswehr auch in die EU-geführte Ausbildungsmission EUTM eingebunden, wo malische Sicherheitskräfte trainiert werden, die schwerpunktmäßig im Norden Malis die staatliche Integrität wiederherstellen und sichern.

Hauptmann von Skrbensky, der selbst im Rahmen der KFOR-Mission im Kosovo im Einsatz war, beantwortete die anschließenden Fragen der Schülerinnen  und Schüler zu MINUSMA und weiteren Auslandseinsätzen der Bundeswehr umfassend und ließ dabei auch eigene Erfahrungen einfließen.

StRin Alexandra Groth

Kaizen

Distanzunterricht am SGD: „Kaizen“….. die Kunst der kleinen Schritte!

Was bedeutet der Begriff des Kaizens?

Er kommt aus dem Japanischen und setzt sich zusammen aus Kai= Veränderung, Wandel und Zen= zum Besseren.

Was hat das mit dem SGD zu tun und Homeschooling und Distanzunterricht?

Nun, aus unserer Sicht wird diese Kunst der kleinen Schritte, die das Leben zum Besseren verändern kann, gerade in diesen besonderen Zeiten des Wandels am SGD täglich praktiziert.

Dass das SGD ein noch junges, modernes und technisch gut ausgestattetes Gymnasium ist, ist natürlich jetzt von ganz besonderem Vorteil.

Das wichtigste ist aber das große Engagement auf Seiten aller Beteiligter:

  • das Engagement der Lehrer, die ihre Konzepte und Methoden den aktuellen Herausforderungen anpassen müssen, damit sie auch auf Distanz guten Unterricht gewährleisten können.
  • Das Engagement auf Seiten der Schüler, die bereits zu Schuljahresbeginn mit ihren Lehrern im Präsenzunterricht geübt haben, mit der Plattform „Teams“ zu arbeiten, um dann bei Bedarf damit sicher umgehen zu können. Selbst die neuen Fünftklässler wurden von „Schülertutoren“ darin geschult, mit Teams arbeiten zu können. Damit sie es können, wenn sie müssen. Und sie können es, wie es sich seit geraumer Zeit zeigt!
  • Das Engagement aber auch von Seiten der Eltern, die täglich dafür Sorge tragen, dass die vorgegebene Struktur eines Schultages auch eingehalten wird. Sie haben glücklicherweise die Chance, auf das SGD zuzugehen, wenn sie Unterstützung bei der technischen Ausstattung benötigen oder wenn sie für ihre Kinder die Notbetreuung in Anspruch nehmen möchten. Vor allem aber haben sie die Möglichkeit, sich direkt mit dem Lehrer online auszutauschen, wenn Klärungs- oder Unterstützungsbedarf besteht.

In diesen Zeiten, in denen alle besonders herausgefordert werden und sich jeder auf die Veränderung einlassen und sie mitgehen muss, zeigen sich Werte wie „ Zusammenhalt“ und „für einander da sein“ auch in unserer Schulfamilie.

Allen voran mit einer Schulleitung, die durch zeitnahe und transparente Kommunikation alle Beteiligte informiert und auf „Spur“ hält. Mit klaren Regeln und Ansagen, und immer versehen mit eine Portion Herz und Humor, damit alle auch in Zeiten des Distanzunterrichts an ihre „Pflichten“ erinnert werden: damit die Lehrer trotz allem weiterhin guten und abwechslungsreichen Unterricht anbieten; damit die Eltern darauf achten, dass ihre Kinder ihrer Schulpflicht nachkommen und ihre Aufgaben erledigen; damit die Kinder genau wissen, was sie wann zu tun haben. Und vor allem auch tun dürfen: nämlich jederzeit ihre Lehrer anzumailen, um dann zeitnah Antworten auf ihre Fragen zu erhalten.

Neben dem an den Tag gelegten Pragmatismus lebt unsere Schule aber besonders von der Authentizität ihrer gelebten Werte:

  • Toleranz, auch für die vorhandenen Schwächen der anderen in diesen unruhigen Zeiten
  • Einsatz für die Gemeinschaft, wie z.B. auch der Arbeitskreis „Distanzunterricht“ des Elternbeirats, der gemeinsam mit Lehrern und der Schulleitung an einem Konzept für den Distanzunterricht mitgearbeitet hat
  • Achtung von Gefühlen
  • Mut zur Verantwortung
  • Selbstvertrauen. Die drei letztgenannten Werte zeigen sich auch darin, dass viele Videokonferenzen auf Wunsch der Schulleitung mit Bild abgehalten werden: Mimik und Gestik spiegeln Gefühle wider und geben so trotz Distanz das Gefühl der Nähe. Jeder muss dabei ein „bisschen“ Mut aufbringen, sich auch im „Homedress“ zu zeigen und sogar Referate via Teams zu halten. Das aber alles zu meistern, gemeinsam mit seinen Mitschülern und Lehrern, steigert das Selbstvertrauen ungemein!

Wir sind alle im stetigen Verbesserungsprozess… auch wir als Schule.  Und jeden Tag kommt ein weiterer kleiner Schritt in die richtige Richtung dazu, indem wir die anstehenden und noch zukünftigen Herausforderungen gemeinsam meistern, so dass wir immer besser werden.

Wir, der Elternbeirat finden, das SGD beherrscht die Kunst der kleinen Schritte hin zum Besseren!

Artikel verfasst von Stefanie Katzenberger.

Naturwissenschaftlich-technologisches und Sozialwissenschaftliches Gymnasium