Dem Themenbereich Architektur durften sich drei sechste Klassen des Schmuttertal-Gymnasiums Diedorf in den Kunststunden im Rahmen eines bayernweiten Wettbewerbes „Architektur auf dem Bierfilzl“, stellen. Der Auslober, die LAG (Landesarbeitsgemeinschaft) Architektur und Schule stellte dafür folgende Rahmenbedingungen: Jeder Schüler musste sich einen realen Baugrund in seiner Umgebung suchen, der im Modell von ihnen bebaut wurde. Maximale Größe waren 9 x 9 Meter, das sind die umgesetzten Masse eines Bierfilzls im Maßstab 1 : 100, das die Modellgrundplatte bildete. Die Schüler arbeiteten an dieser Aufgabe zwischen Ostern und Pfingsten. In diesen Wochen lernten die Schüler viel über Architektur und verstanden dabei, dass Architektur nicht nur vier Wände und ein Dach bedeutet, sondern dass gebauter Raum viele weitere Funktionen übernimmt. Das konnte man bei den fertigen Modellen und den Ideen erkennen. Beim Modellbau war das Material vorgegeben. Vornehmlich durfte Pappe und Papier in verschiedenen Stärken verwendet werden. Herr Hinterleitner, die betreuende Lehrkraft, erweiterte das Materialkontingent auf alles was von Haus aus weiß ist. In einem weiteren Schritt musste das Modell in der realen Umgebung, dem ausgewählten Bauplatz, fotografiert werden, so dass es möglichst echt aussieht – ohne Photoshop – eine analoge Bildmontage also. Am Ende des Projektes wählte jede Klasse fünf Arbeiten aus, die der Jury vorgelegt wurden. Hierbei zeigten die Schüler ein gutes Gespür.

Das Urteil der hochkarätigen Jury, die aus 650 Einreichungen aus den Jahrgangsstufen 5 bis 12 aus ganz Bayern letztlich zwölf Arbeiten auswählte, überrasche das SGD.
Unter diesen Preisträgen befinden sich gleich zwei Diedorfer Schüler:
Lena Angerer (6a) und Julius Gerheuser (6b)
Als Preis fahren die Gewinner Mitte Oktober auf die Architektur Biennale nach Venedig und nehmen an einem internationalen Jugendworkshop teil.
Wer sich selber einen Überblick über die Qualität der Arbeiten machen will, kann sich gerne die Ausstellung von circa 600 Modellen in der Bayrischen Architektenkammer, Waisenhausstraße 4 in München noch bis zum 5. September 2014, werktags von 09:00 bis 17:00 ansehen.
Michael Hinterleitner