Gastvortrag für unsere Zehntklässler

Kurz nach den Weihnachtsferien hatten wir das Glück, im Rahmen des Religions- und Ethikunterrichts zu unserem Themengebiet  „Leben und Tod“ einen Erfahrungsbericht aus erster Hand vom Arbeitsalltag in einem Hospiz zu erhalten. Frau Kramer-Büching ging dabei nicht nur auf die Geschichte und Entstehung der Hospizbewegung ein, sondern war bereit, uns an vielen Geschichten, Eindrücken und Erinnerungen ihrer Arbeit der letzten Jahre teilhaben zu lassen. Nachdem viele unserer Schülerinnen und Schüler noch nicht häufig mit dem Thema „Sterben“ konfrontiert wurden, hatten wir das Gefühl, dass sie der Arbeit als Hospizhelfer mit viel Respekt und Anerkennung entgegentraten und sie wirklich nachhaltig beeindruckt waren. Vor allem der natürlich Umgang mit dem Tod, der eben auch zum Leben gehört, blieb ihnen in Erinnerung, sodass sie am Ende auch den Mut fanden, selbst viele Fragen an unsere Referentin zu richten.

Wir danken Frau Kramer-Büching recht herzlich für ihre Bereitschaft, uns ihre Aufgabe und die damit verbundenen Erfahrungen näher zu bringen.

Katharina Zöbelein und Corinna Baumann

 

 

Im Folgenden werden noch zwei Erfahrungsberichte von Schülerinnen dargestellt:

„Bevor wir über das Thema im Religionsunterricht gesprochen haben, wusste ich nicht einmal, dass es sowas wie ein Hospiz überhaupt gibt. Einen Ort, an den Menschen gehen können, um zu sterben… Ich konnte mir das nicht wirklich vorstellen. Umso gespannter war ich, als uns Frau Kramer-Büching am 12. Januar 2018 über ihre Arbeit an diesem Ort erzählen würde. Ihre ruhige Art wirkte sich auch auf uns Schülerinnen und Schüler aus. Dafür, dass dreißig Zehntklässler in einem Klassenzimmer saßen, war es die ganze Zeit über erstaunlich ruhig.

Frau Kramer-Büching berichtete uns viel über ihre Arbeit allgemein, erzählte aber auch immer wieder Geschichten über ihre Gäste, wie die „Patienten“ im Hospiz liebevoll genannt werden. Dadurch hatte ich die ganze Zeit ein sehr detailliertes Bild vor Augen und konnte mir die Einrichtung gut vorstellen. Sie zeigte uns auch einen kurzen Film, den ich bereits aus meiner Zeit als Konfirmandin kannte, über eine Ente und den Tod als ständigen Wegbegleiter sowie Fotos einer Ausstellung, die Menschen kurz vor und nach dem Tod zeigten.

Durch ihre Arbeit könne sie ihr Leben bewusster leben, da sie den Tod ständig wahrnehme, sagte Frau Kramer-Büching. Ich fand den Vortrag sehr interessant und für mich erschien das Hospiz wie ein kleines Paradies, an dem –  wenn irgendwie möglich – jeder Wunsch erfüllt wird und an dem man gut begleitet wird auf seinem Weg zu Gott.“

Sarah, 10. Klasse

 

„Ich fand es sehr interessant, was Frau Kramer-Büching uns über ihre Arbeit im Hospiz erzählt hat. Vor allem aufgrund der Beispiele aus ihrem Alltag konnte man sich viel besser vorstellen, was in dieser Einrichtung so passiert. Davor habe ich noch nie wirklich vor Augen gehabt, dass es so etwas überhaupt gibt. Es hat mich sehr beeindruckt, dass es dieses Arbeitsfeld gibt. Falls ich mal in so einer Situation wäre, könnte ich mir gut vorstellen, dorthin zu gehen, weil das, was ich gelernt habe, einen sehr positiven Eindruck bei mir hinterlassen hat.“

Jedidija, 10. Klasse