Alle Beiträge von Maximilian Greiner

Debattieren will gelernt sein…

Das Wort „debattieren“ kommt ursprünglich aus dem Französischen von „débattre“ und bedeutet (nieder-)schlagen. Auch wird die Debatte des Öfteren als Streitgespräch bezeichnet. Doch dieser vermeintlich negative Wortursprung täuscht. So will Jugend debattiert nicht wirklich das Streiten im herkömmlichen Sinne anregen, aber wohl mag es das Gespräch besonders zwischen Jugendlichen fördern, um die allgemeine und kritische Meinungsbildung zu schulen.

So wurde der verbale Austausch in diesem Schuljahr zum zweiten Mal am Schmuttertal-Gymnasium in Diedorf gefordert und gefördert. Unter den Neuntklässlern gab es engagierte TeilnehmerInnen, die sich in den beiden Qualifikationsrunden mit den Themen „Soll jeder Schultag mit einer Stunde Fitness beginnen?“ und „Sollen an unserer Schule Schultiere gehalten werden?“ beschäftigten. Alle Neuntklässler durften zuschauen, wie sich Sarah Friedrich, Fabian Miorin, Magnus Kühne und Tobias Berchtold  ins Finale vorkämpften. Tobias musste gesundheitsbedigt kurz vor dem Beginn der Finaldebatte seiner Mitschülerin Karolin Hasenmüller den Vortritt lassen.

In der Finaldebatte zum Thema „Soll an allgemeinbildenden Schulen die handwerkliche Ausbildung gestärkt werden?“ versuchte die Proseite, vertreten von Sarah Friedrich und Fabian Miorin, die Kontraseite – in diesem Fall Magnus Kühne und Karolin Hasenmüller – von jener Stärkung zu überzeugen. Einer recht abwechslungsreichen und niveauvollen Debatte folgte eine schwere Entscheidung der fachkräftigen Jury, die aus Lehrern und Schülern bestand. Letztendlich hatten Sarah und Fabian die schlagkräftigeren Argumente und ziehen in die nächste Runde, den Regionalentscheid ein. Ob sie dort dann genauso überzeugend „streiten“ bzw. debattieren können, wird sich im Februar zeigen.

Jeder Finalist gewann einen Buchpreis, der von der Buchecke Diedorf gestiftet wurde. Die Erst- und Zweitplatzierten dürfen zudem an einem kostenlosen Rhetoriktraining Ende Januar in Augsburg teilnehmen.

 

 

Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen

Am 6. Dezember fand in der Aula unserer Schule der Schulentscheid des Vorlesewettbewerbs der sechsten Klassen statt. Seit 58 Jahren wird dieser Wettbewerb jährlich vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels veranstaltet, um „Begeisterung für Geschichten zu erwecken und die Faszination des Erzählens zu vermitteln.“ Dies gelang den vier Klassensiegern Jannik Remy (6a), Klara Neumann (6b), Dorian Heel (6c) und Emily Wacek (6d) mit ihren Vorlesekünsten auf beeindruckende Weise.
In der ersten Runde hatten sie Gelegenheit, aus einem selbst ausgesuchten Buch vorzulesen. Dabei durfte sich das Publikum über eine abwechslungsreiche Auswahl an unterhaltsamen Jugendbuchausschnitten freuen.
Danach gab es eine zweite Vorleserunde aus einem unbekannten Text. Alle vier Teilnehmer faszinierten das Publikum ebenso wie die Jury, die sich ihre Entscheidung nicht leicht machte. Am Ende stand Dorian Heel als Sieger fest. Er wird unsere Schule beim Kreisentscheid vertreten. Dabei wünschen wir ihm viel Erfolg!

Ursula Köstler

 

Schweineherzpräparation – Zehntklässler auf der Suche nach den Herzklappen

Am Ende der Unterrichtseinheit zum Herz-Kreislaufsystem stand nach den Weihnachtsferien noch ein Höhepunkt dieser Einheit an: Die Herzpräparation!

Die Schülerinnen und Schüler hatten dabei die seltene Gelegenheit, am Originalobjekt Untersuchungen durchzuführen und die für die Biologie typische Arbeitsweise des Präparierens zu schulen, die im alltäglichen Unterricht meist keine Anwendung findet. Das Herz des Schweines ist dem menschlichen sehr ähnlich, sodass die Schülerinnen und Schüler eine authentische Vorstellung von ihrem eigenen Herzen bekamen. Das Schweineherz wurde zunächst äußerlich untersucht, wobei das Gewicht und die Größe begutachtet wurde. Bei der inneren Inspektion des Herzens wurden u.a. die Herzklappen untersucht, die Größe und Muskularität der beiden Herzkammern verglichen und die Fossa ovalis („ovale Grube“) lokalisiert.

Die Schülerinnen und Schüler hatten an diesem Vormittag eine interessante und bereichernde Doppelstunde, in der auch der Unterschied von Modellen oder schematischen Abbildungen zum Originalobjekt deutlich wurde.

Maria Hoock

 

Das bin ich! – GesICHt zeigen

Im Rahmen des G8-Lehrplans durfte die Religionsgruppe 7ab das Projekt „GesICHt zeigen – wer bin ich?” innerhalb der Sequenz „Ich bin doch kein Kind mehr!” – Fragen des Jugendalters” durchführen. Jeder, der wollte, konnte sich von ausgewählten Mitschülern eine Gipsmaske anfertigen lassen.

Dabei mussten sie folgendermaßen vorgehen:

Zunächst wurde das gesamte Gesicht mit einer ausreichenden Cremeschicht versehen und die Partien Mund, Augen und Haare zusätzlich durch feuchte Taschentuchstreifen abgedeckt, damit sich die Maske am Ende ohne Probleme ablösen lässt. Von der Stirn her beginnend legten die Schüler die Gipsstreifen auf das Gesicht auf und passten sie der Haut an, indem sie diese mit ausreichend Wasser modellierten. Die meisten ließen sich eine Vollmaske anfertigen, so dass nur noch die Nasenlöcher zum Atmen frei blieben. Die Mehrheit war nach zwei Gipsschichten mit ihrer Arbeit fertig und löste die Maske vorsichtig ab. Die Rohexemplare wurden zunächst noch im Werkraum auf Zeitungspapier zum vollständigen Trocknen gelegt, bevor sie dann liebevoll und mit viel Kreativität bemalt wurden. Die „Meisterstücke” stellten die Schüler dann am Ende des Projektes ihren Mitschülern vor.

Die meisten Jugendlichen erfahren körperliche und seelische Veränderungen in der Zeit des Übergangs vom Kindes- zum Jugendalter als Verunsicherung. Nachdem sich die Schüler der 7. Klassen momentan in dieser Zwischenphase befinden, sollten sie ihre eigene Individualität und Geschlechtlichkeit wahrnehmen und ein Gespür für charakterliche und körperliche Stärken und Schwächen entwickeln. Während des Projektes hatten sie die Chance, Diskrepanzen zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung zu erkennen. Des Weiteren kamen sie hierbei auch mit Gefahren der Fremdbestimmung in Berührung, wie z.B. der der Cliquen- bzw. Gruppenbildung innerhalb der Klassengemeinschaft.

Die Schüler waren mit viel Freude und Engagement am Projekt beteiligt und nahmen ihre Masken am Ende stolz mit nach Hause.

 

Märchenhaftes im Märchenzelt am SGD

In der kommenden Woche gilt es für unsere Fünftklässler in der zweiten Deutschschulaufgabe aus vorgegebenen Reizwörtern selbst ein Märchen zu erfinden. Daher war Matthias Fischer mit seinem Märchenzelt zu Gast auf unserem Schulgelände. Beim Auf- und Abbau halfen ihm tatkräftig unsere Zehntklässler.

Seit 1995 ist Matthias Fischer der Märchenerzähler vom Märchenzelt in Augsburg. Im Vordergrund steht bei ihm der Erhalt der Märchen und der deutschen Sprache. Mit der richtigen Betonung, lebendigem und interaktivem Erzählen versucht er, die reichen Bilder der Märchen wachzurufen. Sein Repertoire reicht vom Erzählen der Volksmärchen aus aller Welt in alter Tradition über Kunstmärchen, Literaturklassiker, Legenden, Sagen und Literaturlesungen.

Das Märchenzelt ist nach dem Vorbild der mongolischen Jurten gebaut. Dort, im Kreis um das Lagerfeuer versammelt, lauschten die Kinder seinen Worten, durften Feuerholz nachlegen und tranken Märchenzeltpunsch, der in einem großen Kessel über dem Lagerfeuer erwärmt wurde.

 

Wie es unseren Schülern gefallen hat, lesen Sie hier:

„Danke, dass wir das Märchenzelt erleben durften und alles für uns organisiert worden ist!
Der Erzähler hat uns zwei interessante Märchen erzählt: Eisenhans und Fundevogel.
Am besten hat mir Eisenhans gefallen,weil es so spannend war.
Besonders war auch die Atmosphäre, da es im Zelt sehr dunkel war und das Feuer sehr schönes Licht gespendet hat.“
Maximilian Klotzbücher

„Mir hat am besten gefallen, dass der Märchenerzähler in einer altertümlichen Sprache erzählt hat. Da kann ich mir einiges für die Schulaufgabe abschauen.“
Robin Wagner

„Wir fanden das Feuer, die ruhige Stimmung, die Dunkelheit und den Erzähler sehr beeindruckend und die ganze Veranstaltung echt gelungen. Wann kommt Herr Fischer wieder zu uns?“
Antonia Voit und Sarah Brozat

„Uns Jungs hat die Trommel sehr gut gefallen. Wir glauben sie hieß Kasai und sie sieht aus wie ein Grill. Entspannend und einfach wunderschön war die Atmosphäre, weil es so schön dunkel im Zelt war, als die Märchen erzählt wurden. Sehr lecker war auch der Punsch.“
Elias Fährmann, Julian Gerner und Jonathan Streit

„Das Märchenzelt war für uns sehr spannend! Außerdem haben wir was daraus für die Schulaufgabe gelernt. Das Feuer hat uns warm gehalten und durch die Geschichten begleitet.
Der Kinderpunsch war sehr lecker und hat schon von Anfang an herrlich geduftet.
Insgesamt war das Märchenzelt wirklich sehr schön !!!!!!
Ifunanya Ebigbo und Yumina Otsuka

„Das war einfach alles ein tolles Erlebnis: Das Feuer, die Märchen Der Eisenhans und Der Fundevogel, die Musik, die Stille, der Kirschen-Apfel Punsch, die Stimmung, die Dunkelheit, der Erzähler Herr Fischer und die Märchentrommel haben uns sehr sehr gut gefallen. Es war sehr zauberhaft und schön!!!!“
Noah Marz, Max Länger, Maximilian Miller und Ben Artmann