Artikel von Thomas Hafner
Als einziges Schülerteam durften vier Mitglieder der Drohnen-AG des Schmuttertal-Gymnasiums Diedorf, Roman Bezzubik, Fabian Köller, Leonard Kuhn und Arvin Schröder, als „Super Brezn SGD Racers“ an der internationalen Zero Delta Challenge 2026 in Ismaning teilnehmen und sich dort mit Hochschulmannschaften aus ganz Europa messen. Gegner waren Teams der Technischen Universität München, der Universität Bukarest sowie der Universität Barcelona. Ein weiteres aus Großbritannien konnte aufgrund technischer Probleme seiner Drohne nicht zum Finale antreten.
Besonders bemerkenswert: Die von den Schülerinnen und Schülern eingesetzte Drohne wurde innerhalb weniger Wochen aus handelsüblichen Standardkomponenten aufgebaut und mit eigens angepasster Software ausgestattet. Während viele der konkurrierenden Universitätsmannschaften über Monate an ihren Entwicklungen gearbeitet hatten, entstand das Projekt am Schmuttertal-Gymnasium in vergleichsweise kurzer Zeit. Auch die Kosten blieben erfreulich gering: Die gesamte Wettbewerbsdrohne kostete deutlich weniger als 800 Euro und damit nur einen Bruchteil vieler aufwendig entwickelter Hochschulprojekte.
Überragende Leistungen in der Hauptdisziplin
Vor allem in der Kategorie „Mission“, bei der die Geschwindigkeit und Präzision der Drohenflüge bewertet wurden, setzte das Schülerteam Maßstäbe. Hier erreichten die beiden Piloten Arvin Schröder sowie Roman Bezzubik die mit Abstand besten Flugzeiten des gesamten Teilnehmerfeldes:
Track 1
- Super Brezn SGD Racers: 41 Sekunden
- Schnellstes anderes Team: 98 Sekunden
Track 2
- Super Brezn SGD Racers: 28 Sekunden
- Schnellstes anderes Team: 164 Sekunden
Diese Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, wie leistungsfähig die von den Schülerinnen und Schülern entwickelte Lösung war. Kein anderes Team kam auch nur annähernd an diese Flugzeiten heran.
Platz vier trotz Spitzenleistung
Neben dem fehlenden Engineering-Bonus spielte dabei auch die Wertung in der Kategorie „Auto“ eine entscheidende Rolle.
Die Aufgabe bestand darin, die Drohne nach Abschluss der Mission vollständig autonom zu landen. Während das Autolanding bei den anderen Finalteams zumindest im zweiten Anlauf funktionierte, konnten die Super Brezn SGD Racers die automatische Landung im entscheidenden Wettbewerbsdurchgang nicht erfolgreich abschließen. Die Bedingungen am Wettbewerbsort unterschieden sich jedoch hinsichtlich Beleuchtung deutlich von den heimischen Testbedingungen in der Sporthalle. Für eine erneute Optimierung sowohl der Kameraparameter als auch der Bilderkennung blieb zwischen den Wertungsläufen leider keine Zeit mehr.
Dadurch gingen dem Team die 20 Punkte der Kategorie „Auto“ verloren. Hätte die autonome Landefunktion unter Wettbewerbsbedingungen ebenso zuverlässig funktioniert, wie noch wenige Stunden zuvor in den heimischen Tests, so wäre auch das Gesamtergebnis deutlich anders ausgefallen.
Zusätzlich erhielt das Team des SGD keinen Bonus für eigenes Engineering. Auf Nachfrage wurde mitgeteilt, dass entsprechende Leistungen zwar dokumentiert worden waren, jedoch an einer nicht vorgesehenen Stelle der Wettbewerbsdokumentation aufgeführt wurden und daher nicht in die Wertung einfließen konnten.
Die anfängliche Enttäuschung über die Platzierung wich jedoch schnell dem Stolz auf das Erreichte. Schließlich gelang es einem Schülerteam, bei seinem allerersten internationalen Wettbewerb nahezu auf Augenhöhe mit erfahrenen Universitätsmannschaften mitzuhalten. Dass dabei die besten Missionsergebnisse des gesamten Feldes erzielt wurden, unterstreicht die außergewöhnliche Leistung der Teilnehmer.
Ein herzlicher Dank gilt dem Förderverein des Schmuttertal-Gymnasiums für die großzügige finanzielle Unterstützung und Herrn Rolf Schröder für die engagierte Betreuung, Begleitung und Unterstützung des Teams während der Vorbereitung und des Wettbewerbs selbst.









