Unterwegs mit der Mystery Box

Artikel von Frieder Puschmann 

Diakonischer Aktionstag der 7. Klassen evangelische und katholische Religion am Auhof der Rummelsberger Diakonie

Am 12. März 2026 durften die Siebtklässler des evangelischen und katholischen Religionsunterrichts einen diakonischen Aktionstag auf dem Auhof erleben. Der Auhof in Hilpoltstein in der Nähe von Roth bietet für Menschen mit Behinderung jeden Alters die Möglichkeit zu wohnen, zu lernen und zu arbeiten. So gibt es für die verschiedenen Wohngruppen beispielsweise eine Kindertagesstätte, verschiedene Schulen, Arbeitsplätze, Pflegeheime und einen Erlebnisbauernhof.

Bei unserem Besuch erlebten wir, aufgeteilt in Gruppen, zunächst eine Führung durch die gesamte Anlage. Anschließend konnten wir einen Einblick in die Werkstätten erhalten. Danach gingen beide Gruppen zusammen auf den Erlebnisbauernhof. Dort konnte jeder über den Hof laufen, sich die Tiere anschauen und mit den Menschen am Hof reden. Es wurde für uns sehr lecker gegrillt und es gab auch viele verschiedene Salate.

Im zweiten Teil des Tages gab es Angebote wie zum Beispiel Kochen mit Kindern vom Auhof, eine Selbsterfahrungsparcours, eine interaktive Spielkonsole und eine Aktion zum selber Herstellen von Futter für die Hühner des Bauernhofs.

Die Begegnung auf dem Auhof haben wir im Religionsunterricht vorbereitet. Wir haben zum Beispiel eine Mystery-Box gestaltet und mit persönlichen Geschenken gefüllt. Wir haben uns dabei gedacht, dass wir so leichter in Kontakt mit den uns unbekannten Menschen kommen können. Dies hat dann auch sehr gut geklappt. Unsere Geschenke kamen sehr gut an!

Der Besuch auf dem Auhof war für uns Schülerinnen und Schüler, sowie unsere Lehrkräfte Pfarrer Dr. Martin Dorner und Karin Geisthart ein sehr gelungenes Erlebnis. Wir erhielten einen guten Einblick in das Leben in der sehr schönen und friedlichen Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Wir sammelten nicht nur viele bleibende Eindrücke und Einblicke, sondern durften für diesen Tag auch ein Teil der Einrichtung sein. Die Fahrt nach Mittelfranken wurde aus Spenden und Kollektengeldern evangelischer Christen im Rahmen des Programms „Fahr doch einfach hin!“ finanziell unterstützt.

Wieder zuhause schrieben wir unsere Kommentare auf einen Feedbackbogen. Sie reichen von „Ich fand es schön, dass wir Futter für die Hühner hergestellt haben und sie dann auch damit gefüttert haben.“ (Ferdinand) über „Die Vorbereitung der Mystery-Box und dann zu erleben, wie sehr sich die Menschen am Auhof über die Geschenke in der Box gefreut haben, hat mir gefallen.“ (Nils) bis hin zu „Der spannendste Ort für mich war der Erlebnisbauernhof, weil man dort so viele Tiere anschauen und wenn sie es wollten, auch streicheln konnte.“ (Livia) und „Ich habe es mir zuvor trauriger vorgestellt, aber die Menschen können dort lachen und waren, so glaube ich, auch zufrieden, am Auhof zu leben.“ (Eduard)