„Gemeinsam sind wir verbunden und die Grenzen werden überwunden!“ Piloten von MAF im Evangelischen Religionsunterricht

Artikel von Lotte Geisthardt, Eve Raake und Elina Schneider, Fotos von Moritz Lengerth

Am 15.01.2026 besuchten uns Volkher Jacobsen, seine Tochter Lucia und ihr Mann Erwin Jungen im Evangelischen Religionsunterricht der 7., 8. und 11. Klassen. Sie informierten uns über ihre Arbeit, die sie bei MAF leisten. Seit 1951 sind Piloten im Auftrag des internationalen Missionsflugdienstes MAF (Mission Aviation Fellowship) tätig.

MAF ist eine christliche Organisation und in Bayern z. B. mit Mission EineWelt, dem internationalen Partnerschaftszentrum der Evang.-Luth. Kirche in Neuendettelsau, verbunden. Die Piloten fliegen mit ihren kleinen Cessna-Flugzeugen isolierte und mit Pkws oder Lkws nicht zugängliche Regionen weltweit an, um Menschen z. B. mit Medizin zu versorgen, oder landwirtschaftliche Produkte auf Märkte zu bringen. Außerdem bringen sie mit ihren 6-sitzigen Flugzeugen kranke oder schwerverletzte Menschen ins Krankenhaus.

Die Missionsfluggesellschaft ist die Fluggesellschaft mit dem weltweit größten Streckennetz, denn sie fliegt über 1.400 Landestreifen und Flugplätze an und ist in 46 Ländern vertreten. Die Insel Papua-Neuguinea im Südpazifik, dort wo Erwin, Lucia und Volkher heute arbeiten, war eines der ersten Länder, in denen der Missionsflugdienst im Einsatz war.

Volkher Jacobsen kümmert sich weltweit um die Aus- und Weiterbildung der Nachwuchspiloten und um neue Projekte. Lucia arbeitet im Bereich Logistik und Erwin gibt Flugstunden. Als sie uns besuchten, zeigten sie uns Bilder und Videos über medizinische Notfälle und abenteuerliche Landeanflüge im Busch. Sie waren sehr offen und erklärten uns nicht nur viel über MAF, sondern auch über ihre Motivation. Sie erzählten zum Beispiel, dass sie alle drei Jahre nach Deutschland kommen dürfen, um drei Ziele zu erreichen: 1. Menschen finden, die für sie beten, 2. neue Sponsoren finden, da sie für ihre Arbeit nicht bezahlt werden und 3. mehr Pilotinnen und Piloten zu entdecken, die für MAF fliegen wollen.

Die gemeinsame Stunde war sehr lehrreich. Uns wurde auch eine wichtige Botschaft für unser Leben mitgegeben: „Gemeinsam sind wir verbunden und die Grenzen werden überwunden!“ Es war eine sehr schöne Erfahrung für uns Schüler, so hautnah von Menschen in Papua-Neuguinea zu erfahren und z. B. Erwin Pidgin sprechen zu hören. Wir hoffen für sichere Flüge und dass MAF weiterhin noch viele Menschen glücklich machen kann.