Was heißt es, blind zu sein? – Besuch eines Blinden

Artikel von Viola Kinzler 

Schülerstimmen zum Besuch eines Blinden

Manuel Rodriguez hat uns am 2. Oktober 2024 im Religionsunterricht besucht. Wir fanden es toll, dass er so frei mit uns über sein Leben als blinder Mensch gesprochen und unsere Fragen ganz offen beantwortet hat. Nach einer kurzen Einführung in die Blindenschrift durften wir ein Gedicht in Brailleschrift entziffern, was alle Gruppen mit Hilfe des Blindenalphabets gut geschafft haben. Anhand von speziellen Brillen konnten wir uns ein bisschen vorstellen, wie es ist, mit Seheinschränkungen zu leben. Der Besuch war für uns alle sehr spannend.

„Interessant war für mich, welche Hilfsmittel es gibt, die Herrn Rodriguez im Alltag unterstützen, z. B. ein Farberkennungsgerät, um die Farbe seiner Kleidung zu bestimmen.“

„Fasziniert hat mich, dass er einen zwei Seiten langen Text in Blindenschrift sehr schnell und flüssig vorgelesen hat.“

„Es ist erstaunlich, wie oft Herr Rodriguez auf Reisen geht und wie sicher er sich mit seinem Blindenstock fortbewegen kann.“

„Überraschend fand ich, dass er mit einer Schreibmaschine mit nur 7 Knöpfen in rasender Geschwindigkeit unsere Vornamen getippt hat.“

„Der Besuch hat mich zum Nachdenken angeregt, weil ich mir schwer vorstellen kann, blind zu sein.“

Religionsgruppe 7cd