Schüler berichten über den Schottlandaustausch:
Diese Jahr gab es zum ersten Mal für Schüler der 8. und 9. Klasse die Chance, an einem Schottlandaustausch teilzunehmen.

Nachdem im Juni die schottischen Schüler Deutschland erkundet hatten, waren im Oktober die deutschen Schüler in Schottland.
Am Dienstag, den 03. Oktober 2017 ging die Reise endlich los. Unser schottisches Abenteuer startete am Flughafen in München, wo wir uns bereits um 9 Uhr trafen. Alle waren total aufgedreht und froh, ihre schottischen Freunde endlich wiederzusehen. Dennoch wussten auch alle, dass der Abschied nach einer Woche ein schwerer werden würde, aber nichtsdestotrotz wollten wir die gemeinsame Zeit genießen.

Während unseres Aufenthalts in Schottland haben wir viel gelernt. Wir besuchten die „Glenkinchie Destillery“ und lernten, wie Whisky produziert wird. Leider durften wir aber keinen probieren. Am nächsten Tag besuchten wir das „Seaside Centre“ und lernten dort viel über die Lebewesen, die im Wattenmeer leben. Wir durften auch selbst aktiv werden und zogen – bewaffnet mit Eimer und Wasserkiste – über den Strand los und suchten „rock pool sea creatures“ – und wir waren erfolgreich. Wir fanden Seeanemonen, Einsiedlerkrebse, Muscheln, pflanzen- und fleischfressende Schnecken und vieles mehr.

Sehr interessant waren auch die beiden Tage in der Schule. Drei von uns zogen an einem Schultag sogar eine Schuluniform an, so dass wir uns ganz „schottisch“ fühlten. Wir begleiteten unsere Austauschpartner in ihren Unterricht, hatten aber einige extra Stunden nur für uns. So wurde uns z.B. vom dortigen Berufsberater in einem Eignungstest unser „Tier“ zugeteilt, dessen Eigenschaften uns bei der Auswahl unserer Berufe helfen sollen. Danach haben wir noch gelernt, wie man Cupcakes macht, die wir dann gleich zum Abschlussabend mitgenommen haben – lecker!

Außerdem besichtigten wir Edinburgh, und dort wurde es gruselig: Wir besuchten nämlich die „Stadt unter der Stadt“ – Mary King’s Close – und lernten dort den Alltag im Mittelalter kennen und damit auch das Leben mit der Pest. Natürlich gab es auch noch andere Dinge in Edinburgh zu entdecken, wie z.B. „Hollyrood Palace“, den Hauptsitz der Queen, wenn sie in Schottland weilt. Neben dem beeindruckenden Palast hat Edinburgh auch noch ein Schloss zu bieten, welches manche von uns an ihrem Familientag besuchten, sowie einen „Edinburgh Dungeon“. Dieses Gruselkabinett ist noch etwas angsteinflößender als die, die es in Deutschland gibt, weil man den schottischen Akzent nur schwer versteht.
In Glasgow hatten wir am Samstag Zeit unserem Lieblingshobby nachzugehen – Shopping. Glasgow ist die drittgrößte Stadt Großbritanniens und hat neben toller Architektur und viel Streetart auch eine großartige Auswahl an Shopping-Möglichkeiten zu bieten. Von den Schotten selbst wird Glasgow auch „Scottish London“ genannt.

Der letzte Abend kam viel schneller als erwartet und war auch viel zu schnell vorbei. Es wurde viel getanzt, gelacht und gegessen, unter anderem auch „Haggis“, das schottische Nationalgericht. Wir Deutschen haben einstimmig entschieden, es schmeckt nach grober, warmer Leberwurst – eigentlich ganz lecker.

Bei der Abreise gab es viele Tränen, aber auch das Versprechen: „Wir kommen wieder!“ Auf dem Weg zum Flughafen war die Stimmung gedrückt und als wäre das noch nicht genug, hatte unser Flug auch noch Verspätung. Keiner von uns wollte unbedingt nach Hause, aber nur eine von uns hat sich wirklich dafür eingesetzt, dass unsere Heimreise sich verzögerte: Ihr Koffer war falsch gelabelt worden, und so hat sich unser Aufenthalt doch noch um eine Stunde verlängert.
Abschließend ist nur noch zu sagen, dass Schottland sehr schön ist und noch schöner, wenn man ganz warm eingepackt ist.
Es war ein unfassbar tolles Erlebnis, welches wir niemals vergessen werden.
Reise Gesamtnote: 1*