Die Klasse 8c hat im Fach Sozialkunde zum Thema „Konflikte und Konfliktlösungsstrategien: Mobbingprävention“ die Struktur einer Mobbingsituation untersucht und anschließend in einem Standbild visualisiert. Dabei sollten die Schüler eine Situation „einfrieren“, in der die typischen Rollenträger einer Mobbinggruppe allein durch Körpersprache, Gestik und Mimik erkennbar werden. Auf kreative Weise bezogen die Gruppen auch Möbelstücke und andere Requisiten in ihr Standbild ein. Nach einer ersten stillen Betrachtungsphase durfte jede Figur einen Gedanken äußern, danach verstummte das Bildnis wieder. Die Gedanken der Opfer hallten in der betretenen Stille nach: „Warum ich?“ -„Hoffentlich wird es diesmal nicht so schlimm!“

Mobbing ist nach wie vor ein ernstzunehmendes Problem an deutschen Schulen. Aus einer aktuellen PISA-Sonderauswertung zum Wohlbefinden von Jugendlichen geht hervor, dass in Deutschland fast jeder sechste 15-Jährige (15,7 Prozent) regelmäßig Opfer von körperlicher oder seelischer Misshandlung durch seine Mitschüler wird. Es bleibt zu hoffen, dass durch Präventionsarbeit und entsprechende schulpsychologische Angebote die Zahl der Leidtragenden verringert werden kann, doch unzweifelhaft müssen wir alle – Lehrer, Eltern und Schüler – noch genauer hinsehen und entschieden einschreiten, wenn die Würde des Menschen auf dem Spiel steht.
Corina Grimm