Alle Beiträge von Maximilian Greiner

Auch wir wurden „Glücksbringer“


Im Rahmen des Religions- und Ethikunterrichts beteiligten wir uns in diesem Jahr an der „Glücksbringer“-Aktion der Malteser, indem wir Pakete mit Grundnahrungsmitteln für notleidende Familien in der rumänischen Region Gaesti packten.
Lebensmittel sind dort teilweise teurer als in Deutschland bei einem durchschnittlichen Monatseinkommen von ca. 300 Euro. Durch die hohe Arbeitslosenquote von ca. 40% herrscht große Armut und Hoffnungslosigkeit. Gerade die Kinder und Jugendlichen sind hiervon sehr stark betroffen. Spielsachen oder eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung sind kaum erschwinglich.
Indem unsere Schüler Grundnahrungsmittel wie beispielsweise Mehl, Nudeln und Salz in die Schule mitbrachten, können wir einigen Kindern und Eltern dort schöne Momente in der Weihnachtszeit ermöglichen:
Herr Gleich von den Malteser Augsburg, der die Pakete am SGD abholte, bringt sie zusammen mit seinen Helfern am ersten Weihnachtsfeiertag selbst nach Rumänien und versicherte: „Wirklich jedes Paket hilft!“

Tanja Häckl

 

 

 

 

Vorlesewettbewerb

Die Teilnehmer des Vorlesewettbewerbs zusammen mit Schulleiter Günter Manhardt.

Am 2. Dezember 2014 fand in der evangelischen Kirche in Diedorf der Schulentscheid des Vorlesewettbewerbs der 6. Klassen statt.
Seit 56 Jahren wird dieser Wettbewerb jährlich vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels veranstaltet, um „Begeisterung für Geschichten zu erwecken und die Faszination des Erzählens zu vermitteln.“ Dies gelang den fünf Klassensiegern Sina Tomas, Benedikt Neumann, Pia Bartusch, Lucia Gerlach und Glenn Wagner mit ihren Vorlesekünsten auf beeindruckende Art und Weise.
In der ersten Runde hatten sie Gelegenheit, aus einem selbst ausgesuchten Buch vorzulesen. Dabei durfte sich das Publikum über eine abwechslungsreiche Auswahl an unterhaltsamen Jugendbuchausschnitten freuen.
Danach gab es eine zweite Vorleserunde aus einem unbekannten Text. Alle fünf Teilnehmer faszinierten das Publikum ebenso wie die Jury, die sich ihre Entscheidung nicht leicht machte. Am Ende stand Sina Tomas aus der 6a als Siegerin fest. Sie wird unsere Schule beim Kreisentscheid vertreten. Dabei wünschen wir ihr viel Erfolg!

Ursula Köstler

 

 

Weichnachtsfeier 2014

Bereits am Donnerstag, den 11. Dezember fand die traditionelle Weihnachtsfeier des Schmuttertal-Gymnasiums Diedorf statt. In der Herz-Mariä-Kirche gaben das Streichorchester, der Schüler- und Lehrerchor besinnliche Stücke zum Besten. Natürlich waren auch unsere jüngsten Musiker der Streicher- und Chorklassen zahlreich vertreten. Am Ende des Konzertes wurden die Gäste heuer mit selbst gebackenen Plätzchen verwöhnt.

Die anschließende gemütliche Feier mit Würstchen und Punsch vor der Schmuttertalhalle hatte der Förderverein zusammen mit vielen engagierten Eltern auf die Beine gestellt. An zwei Ständen der Kunstfachschaft konnte man heuer erstmals von unseren Schülern der 5. und 6. Klassen Weihnachtskarten und Tonarbeiten bestaunen und auch erwerben. Im Foyer der Schmuttertalhalle gab es zudem Gelegenheit, ein 3-dimensionales Abbild von sich selbst anfertigen zu lassen und anschließend über einen 3-D-Drucker auszudrucken.

 

 

Die Kunst des Spendens – Ein herzliches Dankeschön an alle Unterstützer!

Auf der diesjährigen Schulweihnachtsfeier gab es neben heißen Getränken und Würstchen auch einen Spendenverkauf für ein UNICEF-Projekt zum Schulaufbau in Bangladesch. Angeboten wurden Arbeiten aus dem Kunstunterricht: Tonarbeiten aus der sechsten Klasse, gedruckte Weihnachtskarten aus den sechsten und fünften Klassen, gefaltete und geklebte Tüten sowie Sterne aus Papier. Auch der 3D-Drucker leistete seine Dienste mit SGD-Schlüsselanhängern. Außerdem gab es noch eine besondere Dienstleistung, man konnte den „Einscannservice“ – kurz: ESS – nutzen, um von sich selbst eine Büste anfertigen zu lassen. Diese werden selbstverständlich bis Weihnachten fertig gestellt.

An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an alle beteiligten Schüler, Eltern, Freunde und Kolleg(inn)en. Insgesamt haben wir die großartige Summe von 307,10 Euro erzielt.

Schöne Festtage und ein Gutes Neues Jahr wünscht die Kunstfachschaft!

Doris Herschke, Karina Stieler und Michael Hinterleitner

 

Robert Domes liest aus seinem Buch „Nebel im August“

Geschichte aus einer völlig neuen Perspektive erlebten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 am 18.11.2014. Im Rahmen der „Diedorfer Kinder- und Jugendbuchtage“ war der Autor und Journalist Robert Domes zu Gast, um seinen Roman „Nebel im August“ vorzustellen.
Das Buch dreht sich um die Lebensgeschichte des Ernst Lossa, der als kleines Kind von seinen Eltern getrennt wird, welche sich angeblich nicht ausreichend um ihn kümmern können. Der Grund: Nach der Machtergreifung im Jahr 1933 richtet sich die Verfolgungspolitik der Nationalsozialisten auch gegen die Jenischen, fahrende Händler, zu denen auch die Familie Lossa zählt. Die Jenischen stellen zu dieser Zeit nur eine kleine Minderheit in Deutschland dar, werden jedoch als „Zigeuner“ diffamiert. Ernst findet sich zunächst in einem Augsburger Kinderheim wieder, wo ihm das Leben von älteren Kindern und dem Pflegepersonal zur Hölle gemacht wird. Doch auch von dort wird er abgeschoben, so dass er zunächst in ein Heim in Markt Indersdorf und schließlich in die Heilanstalt Kaufbeuren bzw. deren Nebenanstalt Irsee eingewiesen wird. Als psychisch und physisch völlig gesunder Junge verbringt er sein Leben zusammen mit körperlich und geistig teilweise schwerstbehinderten Menschen, deren Existenz von den Nationalsozialisten als „lebensunwertes Leben“ betrachtet wird. Aus nächster Nähe erlebt er das Grauen der Anstalten – und die Ermordung kranker, wehrloser Menschen im Rahmen des „Euthanasie-Programms“. Obwohl er völlig gesund ist, wird auch er getötet: Eine Überdosis Morphium beendet im August 1944 sein Leben – nach nicht einmal 15 Jahren.
Das Besondere und Tragische an dem Buch: Er ist keineswegs literarische Fiktion, sondern fußt auf einem wahren Schicksal. Ernst Lossa hat es wirklich gegeben. Robert Domes schrieb einen biographischen Roman, der sich auf akribische Recherchen stützt. Jede der vorkommenden Figuren hat ein genauestens recherchiertes, historisches Vorbild. So konnten die Schülerinnen und Schüler nicht nur anhand berührender Textstellen in das Schicksal des Ernst Lossa eintauchen, sondern erfuhren aus erster Hand, welch umfangreiche Arbeit nötig war, diesen Roman zu Papier zu bringen.
Wie interessiert die beiden Klassen der Lesung folgten, zeigte sich auch im letzten Teil der Veranstaltung: Die veranschlagte Zeit reichte für die zahlreichen Fragen der Schülerinnen und Schüler bei Weitem nicht aus.
Unser Dank gilt daher Herrn Domes für eine packende und berührende Lesung, jedoch auch der Evangelischen Gemeinde Diedorf, die uns ihre Kirche als besonderen und würdigen Ort für die Veranstaltung zur Verfügung stellte.

Andreas Wagner