Das Wort „debattieren“ kommt ursprünglich aus dem Französischen von „débattre“ und bedeutet (nieder-)schlagen. Auch wird die Debatte des Öfteren als Streitgespräch bezeichnet. Doch dieser vermeintlich negative Wortursprung täuscht. So will Jugend debattiert nicht wirklich das Streiten im herkömmlichen Sinne anregen, aber wohl mag es das Gespräch besonders zwischen Jugendlichen fördern, um die allgemeine und kritische Meinungsbildung zu schulen.
So wurde der verbale Austausch in diesem Schuljahr zum zweiten Mal am Schmuttertal-Gymnasium in Diedorf gefordert und gefördert. Unter den Neuntklässlern gab es engagierte TeilnehmerInnen, die sich in den beiden Qualifikationsrunden mit den Themen „Soll jeder Schultag mit einer Stunde Fitness beginnen?“ und „Sollen an unserer Schule Schultiere gehalten werden?“ beschäftigten. Alle Neuntklässler durften zuschauen, wie sich Sarah Friedrich, Fabian Miorin, Magnus Kühne und Tobias Berchtold ins Finale vorkämpften. Tobias musste gesundheitsbedigt kurz vor dem Beginn der Finaldebatte seiner Mitschülerin Karolin Hasenmüller den Vortritt lassen.
In der Finaldebatte zum Thema „Soll an allgemeinbildenden Schulen die handwerkliche Ausbildung gestärkt werden?“ versuchte die Proseite, vertreten von Sarah Friedrich und Fabian Miorin, die Kontraseite – in diesem Fall Magnus Kühne und Karolin Hasenmüller – von jener Stärkung zu überzeugen. Einer recht abwechslungsreichen und niveauvollen Debatte folgte eine schwere Entscheidung der fachkräftigen Jury, die aus Lehrern und Schülern bestand. Letztendlich hatten Sarah und Fabian die schlagkräftigeren Argumente und ziehen in die nächste Runde, den Regionalentscheid ein. Ob sie dort dann genauso überzeugend „streiten“ bzw. debattieren können, wird sich im Februar zeigen.
Jeder Finalist gewann einen Buchpreis, der von der Buchecke Diedorf gestiftet wurde. Die Erst- und Zweitplatzierten dürfen zudem an einem kostenlosen Rhetoriktraining Ende Januar in Augsburg teilnehmen.