{"id":1401794,"date":"2016-12-18T18:55:33","date_gmt":"2016-12-18T17:55:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schmuttertal-gymnasium.de\/?p=1401794"},"modified":"2016-12-18T18:55:33","modified_gmt":"2016-12-18T17:55:33","slug":"alles-braille-oder-was-blindsein-im-alltag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schmuttertal-gymnasium.de\/?p=1401794","title":{"rendered":"Alles Braille oder was? &#8211; Blindsein im Alltag"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-1401817\" title=\"teaser\" src=\"http:\/\/www.schmuttertal-gymnasium.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/teaser.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"771\" srcset=\"https:\/\/www.schmuttertal-gymnasium.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/teaser.jpg 250w, https:\/\/www.schmuttertal-gymnasium.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/teaser-32x100.jpg 32w, https:\/\/www.schmuttertal-gymnasium.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/teaser-201x620.jpg 201w, https:\/\/www.schmuttertal-gymnasium.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/teaser-30x92.jpg 30w, https:\/\/www.schmuttertal-gymnasium.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/teaser-45x138.jpg 45w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/>Wie lebt ein Mensch mit Sehbehinderung? Wie kauft er ein? Wie ruft er Mails ab? Woher wei\u00df er, wieviel Uhr es ist? Kann er in den Urlaub fahren und essen gehen? Wie kann er alleine mit dem Zug nach Diedorf kommen? Kann er B\u00fccher lesen? Wie sieht sein Berufsalltag aus? Tr\u00e4umt er in farbigen Bildern?<br \/>\nDiese und viele andere Fragen, die seinen Alltag betreffen, beantwortete Herr Manuel Rodriguez, der als Jugendlicher erblindet ist, an zwei Dienstagen geduldig und bereitwillig unseren Siebtkl\u00e4sslern. In einer Doppelstunde informierte er zun\u00e4chst \u00fcber die Entstehung und die Verwendung der Blindenschrift und h\u00e4ndigte jedem Sch\u00fcler seinen Namen in Blindenschrift, der sog. Brailleschrift, aus. Daf\u00fcr hatte er eine eigene Schreibmaschine dabei. Sehr beeindruckt waren die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler von diesem und anderen Hilfsmitteln, die einem Blinden helfen, den Alltag zu meistern. Dazu geh\u00f6rten auch eine sprechende Uhr, Schablonen f\u00fcr M\u00fcnzen und Geldscheine sowie ein Farberkennungsger\u00e4t.<br \/>\nAuf die Frage, was sie heute im Religions- bzw. Ethikunterricht gelernt haben, antworteten die Siebtkl\u00e4ssler: \u201eDass Leute mit Behinderung einen relativ normalen Alltag f\u00fchren k\u00f6nnen\u201c, \u201edass sie auch gl\u00fccklich sein k\u00f6nnen\u201c, \u201edass f\u00fcr blinde Menschen manches kompliziert und aufw\u00e4ndig ist, was f\u00fcr uns selbstverst\u00e4ndlich ist\u201c, \u201ewie Blinde das Leben meistern\u201c, \u201edass auch blinde Menschen sehr lustig, offen und sehr klug sind\u201c.<\/p>\n<p>Danke, Herr Rodriguez, f\u00fcr diesen interessanten Unterricht!<\/p>\n<p><em>Sabine Eisenreich<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hier noch ein kurzes Blitzlicht von Sch\u00fclerseite:<\/p>\n<p>\u201eDer Vortrag von Herrn Rodriguez war sehr interessant. Er erz\u00e4hlte uns teilweise \u00fcber sein pers\u00f6nliches Leben und \u00fcber Blinde allgemein. Mit verschiedenen Gegenst\u00e4nden, die von Blinden genutzt werden, veranschaulichte er den Vortrag. Jeden Gegenstand beschrieb er uns genau, aber vor allem waren wir sehr \u00fcberrascht, als unser gast eine Geschichte mit Blindenschrift vorlas. Er las die Blindenschrift \u00fcberaus schnell vor. Zudem beantwortete er uns geduldig alle Fragen, die wir stellten. Es ist interessant, dass ein Mensch mit fehlendem Sinn ein trotzdem mehr oder weniger normales Leben f\u00fchren kann.\u201c<br \/>\n<em>Pauline Reelfs und\u00a0 Lara Kugelmann<\/em><\/p>\n<p>\u201eEs war aufregend f\u00fcr mich, Manuel Rodriguez vom Bahnhof abzuholen, weil er versucht hat sich zun\u00e4chst alleine zu orientieren. Dabei hat er mit seinem Blindenstock den Weg abgetastet und die Menschen, die ja gar nicht da waren, aufgefordert, zur Seite zu gehen. Ich fand es beeindruckend, dass Manuel die Schreibmaschine f\u00fcr Blinde perfekt beherrscht hat und alle unsere Namen sehr schnell und richtig schreiben konnte. Ich h\u00e4tte gerne noch viel mehr \u00fcber seinen Alltag gewusst und \u00fcber seine Schulzeit als Jugendlicher.\u201c<br \/>\n<em>Roman M\u00fcller<\/em><\/p>\n<p>,,Ich fand den Tag sehr toll, weil wir viel Interessantes \u00fcber den Alltag eines Blinden durch den Besuch von Herrn Rodriguez gelernt haben und auch Fragen stellen durften. Unseren Namen haben wir in Blindenschrift bekommen, den er mit einer speziellen Maschine in Papier gestanzt hat. Anschlie\u00dfend hat er uns etwas \u00fcber die Blindenschrift erz\u00e4hlt. Dann hat er uns au\u00dferdem noch erkl\u00e4rt, wie er beim Zugfahren, beim Einkaufen, auf der Stra\u00dfe oder am Computer zurechtkommt. Er zeigte uns auch ein Farberkennungsger\u00e4t, das er braucht, um seine Kleidung aufeinander abstimmen zu k\u00f6nnen. Es war sehr informativ und interessant, das alles \u00fcber ihn zu erfahren.\u201c<em><br \/>\nAnna Krist<\/em><\/p>\n<p>\u201eIch fand es sehr interessant , wie man sich trotz Sehbehinderung im Alltag zurechtfinden kann. Auch wie Herr Rodriquez unsere Namen innerhalb weniger Sekunden in Blindenschrift mithilfe einer Schreibmaschine hat tippen k\u00f6nnen.<br \/>\nBesonders interessant fand ich auch, wie gut man sich trotz Blindheit orientieren kann. Unglaublich toll war auch das Abz\u00e4hlen von Geld mithilfe von Kerben in den M\u00fcnzen.\u201c <em>Fridolin Remplik<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manuel Rodriguez stand unseren Siebtkl\u00e4sslern Rede und Antwort. Fragen, die meist seinen Alltag betroffen haben, beantwortete Herr Rodriguez, der als Jugendlicher erblindet ist, an zwei Dienstagen geduldig und bereitwillig unseren Siebtkl\u00e4sslern.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":1401820,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.schmuttertal-gymnasium.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1401794"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.schmuttertal-gymnasium.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.schmuttertal-gymnasium.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schmuttertal-gymnasium.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schmuttertal-gymnasium.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1401794"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.schmuttertal-gymnasium.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1401794\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1401822,"href":"https:\/\/www.schmuttertal-gymnasium.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1401794\/revisions\/1401822"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schmuttertal-gymnasium.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1401820"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.schmuttertal-gymnasium.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1401794"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schmuttertal-gymnasium.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1401794"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.schmuttertal-gymnasium.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1401794"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}