„Er ist wieder da! Mozarts Zukunftsmusik“

Mozart stirbt 1791, kann das von einem unbekannten Auftraggeber georderte Requiem nicht mehr vollenden. Soweit kennt jeder die Geschichte.

Aber plötzlich, zu seiner eigenen Überraschung, ist er wieder da! Nicht im 18., sondern im  21. Jahrhundert findet er sich in einem  Bett einer Wiener Studenten-WG wieder, ohne zu wissen, wo er ist, warum er dort ist, ohne Zuhause oder Freunde, hineingeworfen in eine ihm völlig fremde Welt. Wenn er seinen Namen nennt oder man seine komische verschnörkelte Sprache hört, lacht man ihn aus oder hält ihn für verrückt. Verrückt ist er im wahrsten Sinne des Wortes aus seiner ihm vertrauten Zeit und  seinem ihm vertrauten Wien, in dem es weder Autos noch Smartphones gab. Er ist ein Fremder in dieser Stadt und restlos bricht die Einsamkeit und Verzweiflung über ihn herein, als er sein Wohnhaus findet, an dem ihn eine Gedenktafel darüber informiert, dass Mozart seit über 200 Jahren tot ist.

Doch ist ihm eins geblieben, sein musikalisches Genie, mit dem er nach und nach viele Menschen über seine sonstigen Absonderlichkeiten hinwegblicken lässt und sie für sich einnimmt…

Eine Geschichte mit tragischen und komischen Momenten: Wie entsetzlich muss sich jemand fühlen, der aus seiner Zeit gerissen ist und von seiner Umwelt nicht verstanden wird? Der ausgelacht wird, wenn er seine wahre Identität verrät… auf der anderen Seite ist es sehr erheiternd, zu sehen, zu welchen Missverständnissen das Aufeinandertreffen der zwei Welten führt.

Inga de Coster