Frankreichaustausch

Eine halbe Stunde hat es in Lassay-les-Châteaux gedauert, bis sich am vergangenen Freitagabend unsere Diedorfer Achtklässler – oftmals unter Tränen – von ihren Austauschpartnern und -familien  trennen konnten. Kein Wunder, haben wir doch eine ganz wunderbare Woche in der Mayenne verbracht – die einen in Lassay-les-Châteaux, die anderen in Craon. Das Programm war an beiden Orten abwechslungsreich:

Nachdem unsere Schüler das Wochenende in ihren Gastfamilien verbracht hatten, durften die „Lassayler“ am Montag zunächst drei Unterrichtsstunden in ihrer Partnerschule besuchen, bevor sie am Nachmittag mit Bildern von Bernard Chardon Kunst aus der Region kennenlernten. Neben dem Mont-Saint-Michel und Saint-Malo, die wir am Dienstag  gemeinsam mit den „Craonlern“ eroberten, standen für die Schüler in Lassay noch ein Besuch beim Bürgermeister (mit ausgiebigen Gespräch auf Französisch!), der Besuch von einem der Schlösser von Lassay (daher der Name „Lassay-les-Châteaux“!) sowie  die Stadt le Mans und das Museum zum 24-Stunden-Rennen dort auf dem Programm.


Ein Highlight war auch „la Boom“ am letzten gemeinsamen Abend, auf der sämtliche Partytänze durchgetanzt wurden und sogar Eltern und Lehrer sich mit in eine deutsch-französische Polonaise einreihten. Auch am letzten Tag war bei verschiedensten Gemeinschaftsspielen Spaßhaben angesagt, nachdem die Schüler zuvor zusammen mit ihrem Austauschpartner eine Collage mit Fotos und im Stil von Bernard Chardon gestaltet hatten.

Auch die Schüler in Craon haben viel erlebt: Auch sie besuchten den Bürgermeister und das Schloss (samt Park) ihrer Partnerstadt, zwei Unterrichtsstunden an ihrer Gastschule, den Mont-Saint-Michel und Saint-Malo (zusammen mit den „Lassaylern“) und feierten am letzten Abend ein Abschiedsfest. Zusätzlich stand bei ihnen das Schloss von Angers auf dem Programm, in dem sie den berühmten (103 Meter langen!) Wandteppich „Zyklus der Apokalypse“ bewundern konnten, sowie die Stadt Angers selbst. Außerdem waren sie in einem Zoo für verletzte und ausgesetzte Tiere. Ein Highlight stellte der Besuch eines Pferderennens dar, das ausnahmsweise zu dieser Jahreszeit stattfand und für das Craon berühmt ist.

So haben Frau Streicher und ich am Samstagmorgen 28 müde, aber zufriedene Jugendliche ins Wochenende entlassen – den Kopf voller Erfahrungen und Erinnerungen.

Corinna Baumann