„Nathan der Weise“ – Theaterbesuch der 10. Klassen

Fotos: Arno Declair

Am 16.10.2015, einem Freitagabend, machten wir, die Schüler der 10 a und b uns mit unseren Deutschlehrern Frau Neumann, Frau Düren, Herrn Hartmann und ein paar anderen theaterinteressierten Lehrern auf den Weg nach München, um im Volkstheater das Drama „Nathan der Weise“ zu besuchen, welches wir gerade im Deutschunterricht behandeln.

In dem Werk von Gotthold Ephraim Lessing geht es um Nathan, einen wohlhabenden Juden, dessen Tochter Recha von einem christlichen Tempelherr gerettet wurde, welcher von dem muslimischen Sultan Saladin begnadigt worden war. „Nathan der Weise“ spielt zur Zeit der Kreuzzüge und es wird darin die Frage behandelt, welche der drei Weltreligionen nun die richtige sei. Wie sich aber herausstellt, gibt es nicht die wahre Religion, jeder einzelne muss nach menschlichen und moralischen Prämissen handeln.

Da das Stück beim Lesen oft schwer zu verstehen war, half es uns sehr nun einmal nicht nur Text, sondern auch richtige Schauspieler und ein Bühnenbild vor uns zu haben. Und das Stück barg einige Überraschungen! Beispielsweise war Sultan Saladins Schwester Sittah hier plötzlich sein Bruder Melek und die vereinzelten modernen Sätze mitten in der alten Sprache des Stücks und Pyrotechnik auf der Bühne hatten wir nicht erwartet. Durch ihre schauspielerische Leistung stachen meiner Meinung nach vor allem die Erzieherin Daja (Mara Widmann) und Sultan Saladin (Pascal Fligg) heraus. Trotz einer Dauer von etwa drei Stunden war das Stück keine Sekunde langweilig und unser Theaterbesuch ein gelungenes Erlebnis.

Lea Burger, 10b

Hier einige Impressionen von Arno Declair: