Gymnasium Diedorf – Modellprojekt für zukunftsfähigen Schulbau

Landrat Martin Sailer erhält von Frau Djahanschah – Deutsche Bundesstiftung Umwelt – den Förderbescheid für den Neubau des Gymnasiums Diedorf.

Am vergangenen Mittwoch wurde der Neubau des Gymnasiums Diedorf in die Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) aufgenommen. Mit 640 000 Euro beteiligt sich die Stiftung an den Baukosten. Frau Djahanschah übergab als Vertreterin der DBU im Rahmen der Vorstellung der Neubaupläne eine entsprechende Förderurkunde an Landrat Martin Sailer sowie einige Mitglieder des Kreistages.

So soll es einmal aussehen: Blick in den Innenhof des Diedorfer Gymnasiums.

Im Zentrum der Neubauplanungen stehen das pädagogische Konzept der Offenen Lernlandschaften und eine nachhaltige, umweltbewusste Bauweise. Das in Holzbauweise gefertigte und im Passivhausstandard ausgeführte Gebäude wird mit Hilfe von Photovoltaikanlagen auf den Dächern insgesamt mehr Energie erzeugen als es selber verbraucht. Eine ausgeklügelte Haustechnik soll zudem stets dafür sorgen, dass alle Räume optimal beleuchtet und mit ausreichend – falls notwendig auch gekühlter – Frischluft versorgt werden. Spezielle Akustikelemente mit so genannten Filzbaffeln in den Decken sorgen für eine optimale Geräuschkulisse in allen Lernsituationen.

Einige der an den Neubauplanungen beteiligten Experten (v. l.): Hanns-Peter Kirchmann (Kaplan AG, Projekt-Koordination), Prof. Kaufmann (Architekt), Dipl. Phys. Klaus Rohlffs (IP5, Energetische Planung), Dipl. Ing. Görzinger (Müller BBM GmbH, Raumakustik), Karin Doberer (Lernlandschaft), Dipl. Ing. Holger König (Ascona GbR, Nachhaltigkeit).

Architekt Prof. Kaufmann erläuterte dabei die bauliche Aufteilung des Neubaus in vier verschiedene Gebäude. Neben der Dreifachsporthalle gibt es zwei „Lernhäuser“ mit den Klassen- und Fachräumen. Dort befindet sich auch eine zentrale „Schausammlung“ für Biologie, Chemie als auch Physik. Im Versammlungsgebäude wird die Mensa und Bibliothek sowie die Verwaltung untergebracht sein.

Für Freiraum zum Lernen sorgt der Marktplatz einer offenen Lernlandschaft.

Für jede Jahrgangsstufe gibt es einen eigenen Bereich mit den zugehörigen Klassenräumen und einem vorgelagerten „Marktplatz“, in welchem sich zusätzliche Lernmaterialien und Computerarbeitsplätzen befinden. Insgesamt können auf diese Weise unterschiedlichste Unterrichtsformen optimal umgesetzt werden, so dass individuelles und selbstbestimmtes Lernen in den Vordergrund treten können, was letztlich zu einer stärkeren Kooperation unter den Schülern führt.

In der Ausgabe vom 25. Januar 2013 berichtet die Augsburger Allgemeine ebenfalls über die DBU-Förderung: Der Neubau des Bildungslandkreises.

Weitere Impressionen der Präsentation der Neubaupläne sind nachfolgend zu finden: